House laws of the Hohenzollerns (documents)Contents
Verfassung vom 31. Januar 1850 (Titel III) Abdication of Wilhelm II (1918) Treaty between the Emperor and Brandenburg (16 Nov 1700) (excerpts) I. Lehnbrief König Rudoph's für Burggraf Friedrich III. und eventuell Dessen Töchter über das Burggrafthum Nürnberg. Vom 25. Oktober 1273.(Aus den Monumentis Zolleranis, II. Band, Urkunden der fränkischen Linie, 1235—1332. CXXIX.)Rudolfus dei gracia Romanorum Rex semper Augustus, vniuersis presentem paginam inspecturis salutem et credere subnotatis. Regalis preeminencie requirit honestas, vt singulos et vniuersos deuote nobis et fideliter famulantes condignis debeamus premiorum retribucionibus preuenire, vt spe remunerationis ceteri ad nostra et Imperii absequiorum (sic!) confidentius animentur. Notum igitur esse volumus et presentibus publice protestamur, quod nos aduertentes deuocionem et fidelitatem dilecti nobis Friderici Burcgravii de Nvrenberch, vniuersa bona infra scripta, videlicet: Comiciam Burcgrauie in Nvrenberch. Castrum quod tenet ibidem, Custodiam porte *). Site prope idem castrum, Judicium prouinciale in Nvrenberch, cui etiam, vice Imperatoris, omne Iudicium iudicans presidebit. Officialis eusdem Burcgravii vna cum Sculteto nostro in ciuitate Nurenberch iudicio presidebit, Et quicquid emolumenti de ipso judicio uel per homicidium, uel quemcumque casum alium prouenerit, idem officialis duas partes eiusdem victus per se tollet. Dicto quoque Burcgrauio queque fabrica in Nurenberch soluet vnum solidum annuatim, censumque tollet ab omnibus areis ab altera parte pontis et de qualibet tempore messis unum messorem, terciara feram, terciam arborem de foresto ac omnia ligna iacencia in eodem; Officium de foresto ab ista parte pontis cum suis attinenciis; villam Werde, villam Buch,**) Opidum Swant,***) Castrum Chrusen,f) Aduocatiam cenobii in Steina,ff) Decem libras denariorum de officio Sculteti in Nvremberch, et decem libras de theloneo ibidem, cum reliquis feodis, que idem et sui progenitores a nostris antecessoribus habuisse dinoscuntur titulo feodali, concessinms in feodo non solum sibi, sed ettiam, ex liberalitate et gratia speciali, Marie filie sue, vxore (sic!) Lodwici iunioris Comitis de Otinga, et ceteris filiabus eiusdem Burcgrauii, sic tamen: si eandem Mariam liberos, siue Masculini siue feminini sexus, habere contingat et decedere ipsum Burcgrauium sine liberis virilis sexus, quod eadem feoda remaneant aput Mariam et liberos suos, exclusis ceteris filiabus Burcgrauii memorati; Sed si ipsa Maria liberos liberos (sic!) non habuerit, dicta feoda ad reliquas filias Burcgravii, ipso mortuo deuoluentur. Si vero dictum Burcgravium temporis processu filium habere contigerit, vel filios, volumus, quod, cessante gratia facta suis filiabus filius vel filii sui succedant in vniuersum Ius, quod dictus Burcgravius pater eorundera habuit in feodis memoratis. Ad maiorem itaque obseruanciam premissorum et roboris firmitatem, scripta presentia nostri sigilli Karactere jussimus roborari. Datum Aquisgrani, Anno Domini M°CC°LLXXX, VIII. Kalendas Nouembris, Indictione Tertia. Original im königl. bairischen Reichsarchiv. Das königl. Siegel hängt an rothseidener Schnur. Dieses Hauptdocument über das Burggrafthum Nürnberg ist bei Oetter II. 608, Schütz corp. p. 100 und sonst noch häufig in grösserer und geringerer Sorgfalt abgedruckt. *) Das
Vestner Thor.**) Bei Nürnberg gelegen. ***) Schwandt in K. Bair. Landgericht Schwabach. II. Haus vertrag der Gebrüder Burggrafen Johann und Albrecht zu Nürnberg wegen der Succession u. s. w. Vom 10. Oktober 1341.(Aus den Monumentis Zolleranis, III. Band, Urkunden der fränkischen Linie, 1332—1363. LXXXVII). Wir Johans und Albrecht von Gots gnaden Burchgrafen ze Nüremberch, Veriehen und tun kunt offenlichen an disem brief allen den, die in sehen oder hören lesen, Daz wir vmb alle sache, Stözz, und misshellung, die zwischen uns beiden vntz her entstanden vnd gewesen sint vmb vnser Veterlich vnd Müterlich Erbe vnd teilung vnserr Herscheft, Leut, Lande vnd Gut, mit gutem Rat, wolbedahtem vnd verainten müt, liplich vnd freuntlichen, durch fride, Nütz vnd bezzrung vnserr Herschefte, Leut, Lande vnd Gut, aintrehtig vnd ein dink worden sin, vnd auch vns gesamment, verricht vnd veraint haben: Also, daz wir ze disen ziten bei einander mit vnserr Herscheft, Leut, Land vnd Gut, beliben, tun, leben, tragen vnd leiden wellen lieb vnd leit, vmb alle schulde vnd gülte vnd auch vmb alle Nütz, Gült vnd Gelt, wanne, wie, oder von weihen Sachen daz her gewahsen vnd komen sÿ, oder noch wahsen vnd komen werde mit vngeteilter Herschefte, Leut, Landes vnd Gutes, als Bruder, durch reht vnd durch natürlich lieb tun und leben süllen Sechs gantze Jar, die sich jetzunt anhebent sint vnd nehst nach einander komen. Wir haben auch mit willchür vns des mit ein ander veraint: Wer, daz vnser einer on ehlich Sün verfür, wir teilten, vnser Herschaft oder nicht, vnd elich Töchter liezz, So soll des selben teil, der abgangen ist, an Leuten, Land vnd Güten, geuallen auf den, der dann lebentig ist vnd uf sin Erben, vnd sullen sy danne di selben Tohter nach iren triwen vnd eren bestatten, als ir selbs Tohter vnd gewistreide. Wer auch, daz wir beide, oder vnser einer, elich Sün heten, vnd vnser einer abginge, ee sin Sun zu iren tagen komen wem, So sol der ander derselben Sün, Leut, Land vnd Guts getriwer Vormunt sin, vntz si zu ihren tagen komen. Un swenne sy also zü iren tagen komen, vnd iren teil vordern, den sol in der Vormunt liplich geben vnd antwürten, on alle hindernüsse vnd verziehen; Stürben aber si on Erben, si wem zu iren tagen komen oder niht, So sol ir Herschaft, Leut, Land und Güt aber auf den der dan lebendig ist, vnd auf sein Erben geuallen und treten. Vnd sullen auch, als mit namen zwischen vns gerett vnd geteydingt ist, alle vnsere Vogt vnd AmptLeut ze den heiligen swern, daz si auf ieglichen val, nach dem, als hie vor vnd hernach geschriben stet, vns vnd vnsern Erben mit Vesten, Leuten vnd Gut gewarten sullen, On so vil, Wer, daz ein teilung zwischen vns oder unser einem, vnd des andern elichen Sünen, oder vnder vnser beider elichen Sunen, ob wir die lazzen, geschehe, oder geschehen solt, daz danne die Herschaft Plassenberch vnd swaz dar zu gehört, als si vns vorgenanten Grafen Iohansen vnd vnser Erben von Grafen Otten von Orlamund seligen Todes wegen an geuallen sey, in der selben teylung vnserer Herscheft, Leut, Land vnd Güts nicht ligen, noch dar in geuallen süllen; Besunder sullen die vorgeschriben Herschaft ze Plassenberg, vnd swaz dar zu gehört, mit namen vns den vorgenanten Grafen Iohansen vnd vnsern elichen Sünen on alle hindernüsse lediclichen, vorauz werden, volgen und geuallen, Wer aber, daz vnser eins Sun abgingen, on eliche Sun, vnd elich Töhter liezzen, So sol ie des, der abgangen ist, Herschaft, Leut, Land und Gut auf die andern geuallen, vnd sullen die, die dann lebendig sint, dieselben Tohter nach iren eren vnd triwen bestatten, als ander ir Tohter vnd geschwistreid. Ez sol auch ditz vor und hernach geschriben gescheft vnd vermecht, zwischen vns vnd vnser Sünen vnd vnsern Nachkomen an der Herscheft vnd Erben ewiclichen, stet vnd vnzerbrochen wem vnd beliben. Auch ist zwischen vns gerett vnd geteydingt: wann wir vorgenant Graf albrecht ein elich Wirtinne nemen, daz wir der morgengaben mügen vnd die morgengabe vnd Widerlegung irer Heimstiwer beweisen vnd verschriben mügen auf unser beider Lant, Vest und Gut, die weil wir bei ein ander ungeteilt sin, Wan vnser vorgnanter Bruder Graf Johans seiner Wirtinne ir Morgengab vnd Widerlegung irer Heimstewer auf vnser beider Vest und Gut, beweist und verschriben hat. Dar zu ist auch zwischen vns gerett: Wer, daz wir in den vorgeschriben Sechs Jaren vnder vns zwileufig würden, vnd Stozz, krieg oder misshelung zwischen vns entstünden, da von vnser einer, oder wir beid teilung vnserr Herrscheft, Leut, Land vnd Gutes, gen ein ander mutten, oder gerten, daz wir die selben stözz, krieg vnd misshelung furtragen vnd furlegen sullen den Edelen vnsern lieben Oheimen Ludowig dem Eltern, Ludwigen dem Jüngern Grafen von Otting, Gevettern Ludowigen von Hohenloch vnd vnsern liben getriwen Ratgeben, die dann vnser Ratgeben sint. Dunkt danne die alle, oder ir den merern teil, daz vns beidenthalben dieselbe teilung Nütz vnd gut sey, so sullen wir nach irem Rat die teilung furgank lazzen haben; Dunkt sy aber alle, oder ir den merern teil, daz vns die teilung niht Nütz, noch Gut sy, So sullen wir aber nach ire Rat liplich vnd freuntlich on teilung die vorgeschriben Sechs Jar bei ein ander beliben. Wir haben auch vollen gewalt, nach der vorgenanten vnser Oheim vnd vnsers Rats Rat, vnd auch nach vnser beider willchür, ungeteilt bi ein ander ze beliben, oder zeteilen nach den vorgeschriben Sechs Jaren, als lang wir wellen. Auch ist gerett und geteydingt, daz vnser deheiner, noch sin Sun, oder Nachkomen an der Herschaft, nach der teilung, ob si geschiht, kein Vest, Land, noch Gut on des andern, oder seiner elichen Sun willen, wort vnd gunst, icht on werden, verkauffen, noch verkümern sol, Noch auch anders iemant geben, verschaffen, noch vermachen, Und daz auch, nach disem brief kein gescheft, noch vermecht, von vns vnd vnsern Sünen gen andern Leuten, kraft noch maht haben, noch gewinnen sol, Dann mit der beschaidenheit vnd genanten worten, als hie vorgeschrieben stet. Wer auch, daz vnser einen, oder vnser elichen Sun, solich Not oder Dürft an ginge, daz er verkauffen, versetzen, oder verkümern must, daz sol er mit sinem rechten bringen, vnd sol auch den andern den kauffe, satz, oder verkümernüsse vor vier wochen an bieten; Vnd mag dann der ander dar zu nicht komen, so mag der, der verkauffen, versetzen, oder verkümern wil, daz selb danne tun, on des andern wider rede vnd hindernüsse. Daz die vorgeschrieben bünde vnd Artikel getriwelichen, stet und gantz behalten werden, haben wir vnser triwe ein ander geben, vnd auch darnach zeden heiligen gesworn, di triwe stet ze halten, Vnd geben auch zu merer Sicherheit disen brief, mit vnser beider vnd vnser vorgnanten Oheim Insigelen besigelt, die daran hangent. Wer auch daz der egnanten vnserr Oheim Insigel, einez oder mer, an disen brief nicht gehenket würd, swelchez daz wer, oder von weihen Sachen daz geschehe, daz soll disem geschefte, verbuntnüssen und briefe keinen schaden bringen, Besunder es sol kraft vnd maht haben, als es vorgeschriben stet. Ditz ist geschehen vnd der brief gegeben ze Purchhausen, am Mittwochen vor sant Gallen tak Do man zalt von kristus geburt Driuzehenhundert Jar vnd in dem Ain und Viertzzigistem Jar. (Original dieses ältesten bekannten Hausvertrags der erlauchten Hohenzollern befindet sich im königlich bairischen Reichsarchive.) III. Goldene Bulle über den Reichsfürstenstand der Burggrafen zu Nürnberg. Vom 17. März 1363.(Aus den Monumentis Zolleranis, IV. Band, Urkunden der fränkischen Linie, 1363—1378. I.) In nomine sancte et indiuidue trinitatis feliciter Amen. Karolus Quartus diuina fauente clementia Romanorum Imperator semper Augustus Et Boemie Rex, Ad perpetuam rei memoriam. Quamuis racionabili fldedignorum testi-monio dudum informata sit nostra Serenitas, Qualiter spectabiles Nurembergenses Burggrauii ab antiquo tempore nobilitate sua Illustribus Principibus parificati sint et fuerint, et adhuc in omnibus et singulis nobilitate Principum pociantur; Quia tamen nonnulli predecessores eorum huiusmodi libertates et honores in aliqua parte sic neglexisse noscuntur et eas prosecuti non sunt tali diligencia, quod in hominum communi permanerent notitia, sicut dignitas et honor Officii Burggrauiatus huiusmodi merito repuirebat: Quapropter attendentes, quod Burggrauiatus Nurembergensis Sacri Imperii nobile membrum existit, ad hoc intencio nostra, racione suadente, dirigitur, quod iidem Burggrauii, heredes et successores eorum penes huiusmodi honores, gracias et dignitates, adiutorio Imperialis cle-mencie, rite permaneant infuturum, Et ob hoc animo deliberato, Principum, Comitum, Baronum et procerum sacri Imperii accedente concilio, de certa sciencia et de Imperialis potestatis plenitudine sentencianms, declaramus et dicimus, quod Spectabilis Fridericus Burggrauius Nurembergensis, heredes et successores sui Burgrauii Nurembergenses, imperpetuum illustrium Principum sacri Imperii Juribus dignitatibus, libertatibus et honoribus gaudere et potiri debeant in Iudiciis et in omnibus aliis causis et negociis, quecunque sint, aut quibus valeant specialibus nominibus appellari, Et nominatira, quod potestatem habeant cum Imperii sacri Principibus ad inuenire, diffinire et dare Iuris Sentencias super omnibus causis et negociis, siue corpus res conspiciant, vel honorem, Et hoc in Imperiali Curia, uel alibi, ubicumque continget principes presidere Iudiciis, vel loco Scabinorum, quodque ipsi Illustrium Principum Iure pociantur et gaudeant, si ad actus duelli appellati, vel prouocati fuerint seu ipsimet alios ad actus consimiles duellariter prouocarent, qui Illustrium Principum dignitate, vel honore quomodo libet potirentur. Sentenciamus, declaramus et dicimus eciam, quod prefatorum Burggrauiorum Nurembergensium, heredum et successorum suorum homines imperpetuum, puta Milites, Clientes, Iudices, Ciues et Rustici, quilibet in suo statu, omnibus Iuribus, graciis et prerogatiuis frui et potiri debeant in rebus, honore, bonis et omnibus aliis causis et negociis suis, quibus homines aliorum Illustrium Principum Imperii pociuntur et gaudent, quemadmodum ipsi Principes et homines eorum huiusmodi libertates vsque ad hec tempora continuasse noscuntur antiqua consuetudine, uel de Iure. Sentenciamus, declaramus et dicimus eciam quod antedictorum Burggrauiorum Nurembergensium, heredum et successorum suorum homines imperpetuum, videlicet Milites, Clientes, Iudices, Ciues, Rustici et omnes seruitores ac subsides eorum et omnia bona et homines ipsorum coram nullo alio Iudicio, nisi coram ipsis Burggrauiis Nurembergensibus et eorum Iudiciis citari possint, aut valeant, neque obligati sint, alibi comparere, aufc respondere cuiquam de objectis. Si vero, aduersus presentis nostre declarationis edictum, ad aliqua aliena Iudicia citarentur, Extunc decernimus, ipsam citationem setencias et omnia inde sequencia carere viribus et nullius esse roboris, aut momenti, Nolentes eciam, ex hoc dictis Burggrauiis, heredibus et successoribus eorum imperpetuum, necnon hominibus ipsorum coniunctim, uel diuisim aliquod preiudicium generari, Nisi forsitan actores coram antedictis ipsorum Iudiciis notorie iusticiam consequi non valerent, tunc et in eo casu licebit ipsis actoribus, ad Imperialem prouocare Curiam et ibi querela deposita recipere, quod est Iuris. Considerantes eciam et in nostre raentis acie sollicite reuoluentes, grata, fidelia et dudum continuata seruicia, que nobis et sacro Imperio prefati Burggrauii Nurembergenses, progenitores et predecessores eorum, hactenus fecisse noscuntur et facere debebunt et poterunt prestancius infuturum, ipsis heredibus et successoribus eorum imperpetuum, de speciali gracia ac de certa nostra sciencia, concessimus, contulimus, concediraus et conferimus in verum ac perpetuum feodum omnes Auri, Argenti, Cupri, ferri, plumbi, Stanni ac omnium minerarum Montana et fodinas, que in ipsorum terris et dominiis inuente sunt actenus, seu reperte fuerint infuturum, Condicione tali, quod ipsi omnes fructus eosdem in vtilitatem et commodum suum proprium conuertere et applicare possint et debeant, iuxta sue bcneplacitum voluntatis. Quodque ipsi, heredes et successores eorum imperpetuum eadem Montana, Mineras et omnia ab eis dependencia, sicut ad nostram Majestatem et sacrum Imperium pertinuisse noscuntur cum omnibus Iuribus et vtilitatibus in verum et perpetuum feodum omni tempore habere et possidere debeant, impedimento quolibet proculmoto, Sique nos, vel predecessores nostri, diui Romanorum Imperatores uel Reges, aliquibus forte Principibus, Comitibus Baronibus liberis, ministerialibus, Militibus, Clientibus, Ciuitatibus, Opidis, Monasteriis, seu quibuslibet aliis aliquas tales gracias, Iura et libertates dedissimus actenus, seu daremus imposterum, quibus antedicti Burggrauii Nurembergenses, heredes et successores eorum, nec non ipsorum dominia et Iudicia prouincialia in Nuremberga debilitata forent, aut lesa, in aliquo ledi aut debilitari possent imposterum: Decernimus, quod eadem donacio, seu donaciones ad-uersus presentis nostre declaracionis indultum nullam vim habeant, seu possint habere aliqualiter infuturum, Reuocantes donationes huiusmodi de Imperialis potestatis plenitudine, Si et in quantum prefatis Burggrauiis, heredibus et successoribus eorum censentur aliquod preiudicium generare, Non obstantibus Legibus et Statutis Imperialibus, publicis, communibus, municipalibus, seu priuatis, Nec non vsibus, ordinacionibus et obseruanciis quibuscumque, scriptis vel non scriptis, Et specialiter ac expresse non obstante lege Imperiali, seu Statuto, quam, uel quod pridem in Ciuitate nostra Matensi de consilio Principum fecimus et conscribi atque sigillari mandauimus, videlicet quod nulli liceat Montanorum, uel Minere prorsus habere dominium, nisi dumtaxat Principibus Electoribus, sicut eiusdem legis ac Statuti conditio plenius declarauit, Et non obstantibus quibusue consuetudinibus, quibuscumque modis introducte noscantur, Decernentes, quod hec omnia et eorum quodlibet non debeant antedictis Burggrauiis in prefatis ipsorum dominiis, priuilegiis, libertatibus, graciis et in omnibus, que expressata sunt superius, aliquem errorem inducere seu dampnum, impedimentum, aut preiudicium generare, Supplentes eciam omnem defectum, siquis in presentibus nostris litteris, defectu, uel obscuritate verborum, aut sententiarum, aut sollempnitatis demisse, uel quouis alio modo repertus fuerit de Imperialis plenitudine potestatis. Nulli ergo hominum liceat, hanc nostre diffinicionis, declara-cionis, decreti, inhibicionis et defectuum suplecionis paginam infringere, seu ei quouis ausu temerario contraire, Sub pena Mille Marcarum auri purissimi, quam ab eo, seu eis, qui contrafecerit, tocies, quocies contrafactum fuerit, irreraissibiliter exigi volumus, et eius medietatem nostri Imperialis Erarii, siue fisci, Residuam vero partem iniuriam passorum vsibus decernimus applicandam. Qua pena soluta, uel non, semper nostre intencionis existit, quod prefate libertates, priuilegia, littere et gracie sub omnibus modis ac de verbo ad verbum, prout expressantur superius, absque impedimento quolibet in suo robore perseuerent. [Signum Serenissimi Principis et domini, domini Karoli Quarti Romanorum Im-peratoris Inuictissimi et Cloriosissimi, Boemie Regis.] Testes huius rei sunt: Venerabilis Gerlacus Maguntinensis Archiepiscopus, Sacri Imperii per Alamaniam Archicancellarius, Illustres Rupertus Senior Comes Palatinus Reni, Sacri Imperii Archidapifer, Ludowicus Romanus Marchio Brandenburgensis et Lusacie, Sacri Imperii Archicamerarius, Principes Electores; et Venerabiles Arnestus Archiepiscopus Pragensis, Iohannes Lutmuschlensis, Imperialis nostre Aule Cancellarius, Iohannes Olomucensis, Fridericus Ratisponensis, Marquardus Augustensis, Bertoldus Eystetensis, Theodoricus Wormaciensis Et Petrus Curiensis Ecclesiarum Episcopi; Illustres Iohannes Marchio Morauie, Stephanus senior et Fridericus ipsius filius Bauarie, Bolco Swidnicensis, Przimslaus Teschinensis, Iohannes Opauie et Henricus Bregensis Duces; Spectabiles Ebirhardus de Wirtemberg, Adolfus de Nassow, Henricus de Swarczburg, Vlricus de Helfenstein, Wilhelmus de Kaczzenelbogen et Wilhelmus de Ebirstein Comites; Nobiles Vlricus de Hanow, Gerlacus de Hoenlouch, Philippus de Isemburg, Gozzo de Brunek, Wilhelmus de Rechsperc, Heinricus Bauarus de Bopardia, Thimo de Koldicz et quamplures alii nostri et Imperii Sacri principes, nobiles et fideles. Presencium, sub Bulla Aurea, Typario Imperialis nostre Maiestatis impressa, testimonio litterarum, Datum Nuremberg, Anno domini Millesimo Trecentesimo Sexagesimotercio, Indictione Quintadeciraa, XVI Kalend. Aprilis, Regnorum nostrorum Anno decirao septimo, Imperii vero Octauo. [Ego Iohannes dei gracia luthomuschlensis Episcopus, Sacre Imperialis aule Cancellarius, vice Reuerendi in Christo patris domini Gerlaci Moguntinensis archi Episcopi, Sacri Imperii per Germaniam archi Cancellarii, Recognoui.] 1). Original im königl. bair. Reichsarchiv. Die Goldene Bulle ist abgerissen. Vergl. die Abdrücke bei
Falkenstein, Nordg. Alterth. III S 163 ff.; Hänlein u.
Kretschmann, Staatsarchiv d. preuss. Fürstenthums in Franken
Bd. I Abth. II S. 341 u. A. m. IV. Burggraf Friedrich's Disposition wegen Bevormundung seiner Söhne und wegen der Erbfolge. Vom 8. Januar 1372.(Aus den Monumentis Zolleranis, IV. Band, Urkunden der fränkischen Linie 1363—1378. CLXXXVIII.) Wir Fridrich von gotes gnaden Burgraue ze Nüremberg, Bekennen vnd tun kunt offenlichen mit disem briue. Wanne vil grozzer kriege, Aufleuf vnd zweyunge geschehen, von kinde wegen, nach Vaters tode, die zu iren tagen niht kumen sein: Dar umb Angeporne liebe, Minne vnd Veterlich trüwe beden-ken sol, waz seinen kinden nucz, Erliche vnd fugenliche sei, bei lebendig leibe, daz es nach tode also beste. Da von so haben wir gedaht mit guter vorbedrahtunge, mit Rate unser freunde, vnsers Rates vnd vnserr diner, ob das wer, da got vor sei, das wir Abegingen von todes wegen, Ee unser Sün zu iren tagen komen, wy dy selben unser Sün, durch ere, nucz und wirdikeit der herscheft, mit einander siczen sullen, die weil Sye zu iren tagen niht kumen sein, vnd Auch wenne Sye zu iren Tagen kumen, als her nach geschriben stet. Also ob das geschehe, das got wende nach seinen gnaden, das wir abegingen Ee vnser Sün zu iren tagen kumen, So haben wir vnsern Sünen geben vnd erkoren, vnd geben vnd erkiesen Auch in, mit kraft dicz briues, zu formünde, dy hochgeporen fürsten, vnser liebe Sweger, hern Friderichen, hern Walthasar, hern Wilhelm Margrauen zu Meihssen, vnser liebe Wirtein, frawen Elyzabethen Burgrafin ze Nüremberge, vnd den Edeln vnsern lieben Oheim Johansen Lantgrauen zu dem Lewtenberg: Also, das Sye vnsern Kindern den trüwelicken vnd nüczlichen vor sullen sein, mit vnser wirtein Rate, Ires vnd vnser kinder Rates rat, die weil sie zu iren tagen niht kumen sein, als wir In des gentzlichen gelawben vnd getrawen, vnd Auch bei namen, als her nach geschriben stet, zu dem ersten, das dy egenant frawe Elyzabeth, vnser wirtein, bei iren kinden siezen vnd peliben sol die weil vnser Sün zu iren tagen niht kumen sein, vnd die weil Sye iren Witwenstüle niht verruket, nach verkert hat, bei allen Landen, Steten, Herscheften, Lewten, Güten, dörfern, Cinsen, Eren, gülten, dinsten, rehten, freiheyten vnd gewonheiten, Als wir vnd vnser Vordern dye her praht haben vnd inne gehabt haben, vnd als wir die auch nach vnserm tode gelazzen haben, vnd die mit irem Leipgedinge zu nizen, besetzen vnd entsetzen nach iren trüwen, nach rate Ires vnd vnser kinder rat, dy zu den zeiten sein, in aller mazze und weizze, als wir selber gegenwertig vnd bei leben weren, wy das vnsern kindern irr Herschaft aller nutzeliche vnd fügenlich ist, Ane geuerde. Auch meynen vnd wellen wir, das die egenanten vnser kinder formünde mit niht gestatten süllen, das vnser Sün dhein Teylung mit ein ander tun sullen, noch haben, ee Sie zu iren tagen niht kumen sein. Und ob vnser Sün zu iren tagen kumen, das denn die egenanten formünde vnser Sün darzu halden vnd daran weisen, und Sy auch des verpinten vnd verschreiben, das Sye vngeteilt bei einander pleiben, so sye lengst mügen, aller vnser Lande, Herscheft, Lewt vnd guter, dy wir nach dem tode hinder vns gelazen haben. wer aber, das unser Sün zu iren tagen komen weren, vnd ein teylüng müst geschehen, vnd di Vormünde Sy bei einander niht lenger behalten möhten vngeteilt, So schiken vnd schaffen wir vnd wellen, Daz man das nyder Lande zu franken, vnd das oberlande auf dem Gepirg vnd vor dem walde geleich gein ein ander teylen sol, Also, das ein herre auf dem Gepirge sei vnd ein herr zu franken sei, vnd wellen, das man das nyder Lande zü franken mit niht von ein ander teil, Ez wer denne, ob ein Lande minner oder pozer wer, dann das ander, so sol vnd mag man von dem pezzern vnd von dem grozzern dem minnern zu teilen An den nehsten Orten vnd gepieten, do ez dem minnern vnd pozzerm aller gelegen ist: Also, das ein geleiche, reht vnd getrüwe teylung geschehe, Lande gein Lande, als vor geschriben stet, ane alles geuerde. Auch sullen die vorgenanten formünde, vnd vnser wirtein vnd vnser kinder Rete zu den zeiten vnsern Sünen mit niht gestaten nach hengen, ee sy zu iren tagen niht kumen sein, das Sie dhein Gut, erbe oder lehen, hin geben, oder verleihen in dhein weis; und ob sy das teten vor kindeheyt, oder sust wie das geschehe, ee vnser Sün zu iren tagen komen, das leihen vnd geben sol weder weder (sic!) crafte, noch Maht haben ane geuerde. Auch schiken und wellen wir, das vnser vnd vnser kinde oberster Amptman ze Franken vnd oberster Amptmann Auf dem Gepirge, oder ander vnser vnd vnser kinde Amptlewte, dye ir Cinse, gült, feile, rent von gelte vnd von Getreyde ein nemen, den vorgenanten vnser kinde formünden iren reten zu den zeiten ein male in dem Iare zu dem minsten gantze Rechenung tun sullen. Vnd ob die Formünde, ir einer, oder Sy alle, bei sulcher Rechenunge niht möhten gesein, So mage vnser egenante Wirtein, mit iren vnd vnser Sün rate, zu den zeiten wol Rechenung von in ein nemen; vnd vnser wirtein, ir vnd vnser Sün rat mit ein ander vber ein kumen, das vnsern Sünen, Landen vnd Herscheften nutz vnd fugenlich ist, in den, oder in allen andern Sachen, das sol gantz volle maht vnd kraft haben, als ob das alle formünde, oder ir einer getan hetten. Wer aber Sache, das vnser wirtein vnd vnser Sün Rat sulche Sache an Rürten, dy in zu Swere weren, vnd sich dar aus niht gerihten möhten, vnd auch sulcher Sach niht vber ein mohten werden, das sol vnser wirtein, mit vnser Süne rat, an die formünde pringen, an Sy alle, oder an ir ein teil, oder an ir einen; vnd wy Sy dy formünde dar auz rihten vnd raten, das sol geschehen ane geuerde. Wer auch, das vnser wirtein iren witwenstul verkeret vnd verendert, als palde das geschehe, so sol Sy von der vormuntschaft gescheiden sein, vnd sol mit vnser kinden vnd iren Landen vnd Herscheften furbaz niht mer zeschiken, noch zu schaffen haben in dhein weis, dann allein ir Leipgedinge, das ir vnser Vater grave Iohans, dem got genade, vnd wir Ir verschriben haben, das sol Sy haben mit sulchen gulten, Cinsen, dinsten vnd rehten, als ir das verschriben ist, nach laut vnd sage der briue, dy Sy dar vber hat, dy zu den selben zeiten geschriben sint; Wann, ob wir, vnser Vetter, oder Vater, den got genade, Yht güt kaüft hetten in den selben Gerihten, Gepiten, oder Herscheften, nach data der briue, dy Sy hat vber ir Leipgedinge von vnserm vater vnd vns, die selben kauften güt sullen vnser Sün sein ane geuerde. Wer aber sache, daz vnsern Sün zu iren tagen kumen weren, vnd sy bei irer Muter niht pleiben wolten, oder ob vnser wirtein, ir Muter, bei in niht sein wolt, vnd Sy iren witwenstul niht verendert vnd verkeret, die weil sol Sy ir leipgedinge, als vorgeschriben stet, inne haben, vnd dy nützen vnd nizen, besetzen, vnd auch dar zu alle die gült vnd güt, dy wir sider darein gekauft haben, vnd die in den Gepieten vnd gerihten des selben leipgedings gelegen sein, nihts uz genümen ane geuerde. Wer auch, das vns Got mere Sun gebe vnd beriet von vns seinen gnaden, dann zweyer, So meynen vnd wellen wir, dos doch newr zwen leyen herren sein süllen, vnd niht mere, dy vnser lande vnd Herscheft erben sullen ane alles geuerde. Auch behalt wir vns maht vnd craft, alles ditze Geschefte, ein teil, oder ez alles, zu verkeren vnd zu verrüken, oder wider zu beruften, vnd ob wir yhts nach disem geschefte versümiclich verschriben, vnsern Sünen, iren Landen, Herscheften zu eren, zu nutz, das hie niht geschriben stunde, das sol gentzlichen gehalten werden, als ob ez hie inne geschriben stünde ane geuerde, vnd wir, dy vorgenanten formünde, geloben mit guten trüwen, alles das stet vnd veste zu halden, als vorgeschriben stet, vnd dy Süne dar zu halden, als verre wir mugen vnd folgunge gehaben mügen, vnd den kinden geraten vnd geholfen sein getruwelichen, als vor geschriben stet, vnd als vnser selbs kinden, Landen vnd Herscheften, ane alle geuerde. Dez ze vrkunde vnd mererr vestikeit, Geben Wir disen briue, besigelt mit vnserm vnd der vorgenantein formünde anhangenden Insigeln, das alle vorgeschriben Sache gentzlichen also gehalten werden vnd stet vnd veste peleiben. der briue ist geben, do man zalt von Cristus gepurt drewczehenhundert Iare vnd in dem zwey vnd Sibenzigsten Iaren, an sand Erhardstage. (Original im Königl. Bair. Reichsarchiv.) V. Dispositio Fridericiana über künftige Landestheilung unter Friedrich's V. Söhnen Johann und Friedrich. Vom 19. Mai 1385.(Aus den Monumentis
Zolleranis V. Bd. Urkunden der fränkischen Linie 1378—1398. CLIII.) Wir Fridrich von Gotes gnaden Burggraue zu Nuremberg, Bekennen offenlichen mit disem brife, vnd tuen kunt allen den, die in sehen oder horen lezen, Daz wir von Veterlicher trewe vnd ordenunge naturlicher liebe wegen, Die wir haben zu den Hochgeborn fursten, vnsern lieben Sunen Iohansen vnd fridrichen Burggrauen zu Nuremberg, zwischen denselben vnsern Sünen, mit iren wissen, guten willen vnd wort, geredet vnd geteydinget haben, durch pesserunge, fride, nucz, vffnemen vnd merunge willen irselbes, vnserr vnd irrer lande, lewte vnd guter, als hernach von wort zu worte begriffen ist vnd an disem briff stet geschriben. Dez ersten, daz sie von dem nehsten Pfingest tage vber zehen gancze Iare, die sich dornach nehste nach einander uerlauffen vnd vergeen, mit allen iren landen, herscheften, Manschetten, Gerichten, lehenen, Steten, Burgen, Slossen vnd allen gutern vnsers vnd ires veterlichen vnd Müterlichen Erbes, vnd auch mit allen Renten, gulten, gelten vnd schulden, wie die herkomen sein, oder von wannen dieselben noch herkomen oder gewachsen mochten, einzunemen vnd zugelten lieplichen vnd freuntlichen, ungeteilet vnd vngesundert bei einander siczen, wonen vnd beleiben sullen vnd wollen, liebe vnd leyde dieselben zeit, als Bruder, von rechtis wegen mit einander leiden vnd tragen. Wer aber, daz in denselben Zehen Iaren dheinerley stosz, zwileuffe, Kriege, oder miszelunge wurden, oder entstunden zwischen den egenanten, vnsern Sünen, daz irr einer von dem andern teylunge irr lande, herschefte, lewte vnd guter würde begerende, Dasselbe sullen sie an die Hochgeborn fursten, hern Ruprechten den Jungisten pfalczgrauen bei Rein vnd Herczogen in Beyern, hern Balthazarn vnd hern Wilhelm lantgrafen zu Doringen vnd Markgrafen in Meissen, hern Hermann lantgrafen zu Hessen, vnd an lantgrafen Johansen zum Lewthemberg dem eitern, ire liebe Sweger vnd Ohaim, vnd an irselbes Rate, die zu den zeiten ire Rete sein, pringen. Deuchte dann die obgenanten, oder den merern teil vnter yn, die die obgenanten vnser Süne dapey gehaben mochten, daz in sulche teilunge in denselben Jaren nicht nucze, noch gut were, So sullen die oftgenanten vnser Sune, die obgenanten zehen Jare awz, als oben geschriben stet, vngeteilet vnd vngesundert bei einander siczen vnd beleiben. Deuchte aber die obgenanten fursten, herren vnd vnserr Süne Rete, oder den merern teil vnter in, die sie auch dapey gehaben mochten, Daz vnsern Sunen teylunge zutun in den obgeschriben Jaren nuczer vnd pesser wer, dann bei einander zubeleiben, So solten vnd mochten sie dann dieselbe teylunge tun nach der egenanten irr Sweger vnd Oheim vnd irselbes Rates Rate, oder dez merern teiles vnter yn, die sie aber dapey gehaben mochten, Doch also, daz die teylunge anders nicht geschehe, dann landes gen lande, als hernach geschriben stet vnd nemlichen ist begriffen. Wann auch die dickgnanten vnser Sune teylend wurden, dieselbe teylunge sal geschehen nach der obgnanten fursten, herren vnd vnserr Sune Rates Rate, oder dez merern teiles vnter in, die sie dapei on geuerde gehaben mügen, als oben stet geschriben, so dieselbe teylunge allergeleichest geen vnd geschehen mag, Also doch, daz daz nyder lant zu franken ein teil sey, dorynnen die Herschefte, Stete vnd Burge sein gelegen: Daz sein kadolczburg, Zenne, Rostall, Newenstat, Wernsperg, Onolczpach, Swabach, kamerstein, Windespach haws vnd Stat, lewtershausen, kolbemberg, Wasser Truhendingen Haws vnd Stat, Gunczenhavsen Stat vnd Haws, Walde, wluglingen, Stauff, Thanne, Rote, Swant, Schoemberg, Dachspach, Libenaw, Hoheneck, Erelbach, Seideneck, Gamsfelt, Bebemburg, Emskirchen, feuchtwanck, Vffenheim, Landeck, kastei vnd Eyfelstat, vnd alle offene Hewser vnd alle Manlehen vnd Kirchenlehen vnterseiten Beyerstdorff, vnd auch vnterseyten Osternach gelegen, die zu dem nydern lande gehoren. So sal daz Ober lande der ander teil sein, dorynne die hernach geschribenn Herschefte, Stete Burge vnd Slosz sein gelegen: daz sein die Herschaft vnd Haws Piassemberg, Kulmnach die Stat, Berneck Haus vnd Stat, Kranach der Markte, Mittelberg, Beyerrewt Stat vnd Haws, der Hofe Stat vnd Haws, Wunsidel Stat vnd Haws, Hohemberg, Weissenstat, Rudolfstein, Eckprechtstein, kirchenlomnicz den Marckte, Munchperg, Vppenrode, krewsen Stat vnd Haws, die czwen Kulme vnd die Newenstat dazwischen, Rabenstein, die Newenstat in dem forste, wirsperg, Zwernicz, Wunnengesesz, Mennegew, Cassendorff, Osternach, Beyerstorff Haws vnd Marckte, Altendorff, Newensesz vnd Putenheim, die zu Beyerstorff gehoren, vnd alle die offnen hewser, Manschefte, lehenschefte vnd kirchenlehen, die oberseit Beyerstdorff vnd Dürsprun sein gelegen, heruff gen dem Gepirge. Wer auch, daz wir mer Slosz oder guter kauffend würden, dieselben Slosz vnd gute sullen auch geteilet werden vnd beleiben zu dem lande, vnd in dem teyl dorynnen vnd dapey sie sein gelegen. Auch sullen zu yeglichem lande vnd teil gehören vnd beleiben alle uorgeschribene Slosz, lehen, Geistliche oder Werltliche, Herschefte, Gerichte, Wiltpenn, weide, forste, Merckte, dorffer, weyer, Geleyte, Zolle vnd alle ander ere, wirde vnd gut, wie dieselben namen gehaben vnd gewynnen mugen, nichtis auzgenomen, die in yettwederm teyl sein gelegen. Auch sal der teil also geschehen: welches lant oder welcher teil pesser wer, dann der ander, So sal dem pessern teil abgenomen, vnd dem mynnern teil zugegeben werden mit Slossen, Gutern und Nuczen, die dem andern lande vnd teil, den zugegeben sal werden, allergelegentlichste vnd dem andern teil vnschedelichte sein, nach Rate vnd heisse der fursten, herren vnd unserr Süne Rate, oder dez merern teiles vnter yn, die sie zu denselben zeiten vngeuerlichen dapey gehaben mügen. Mit namen sal der Weinzehende zu Wisembrunne vnd die weingulte zu kiczingen zu dem obern lande gehoren. Die weile auch die obgenanten vnser Süne vngeteilet sein, So sal irr einer on den andern dheinerley ledig vnd verfallen gut nicht leihen, noch dheinerley erblich gut vergeben. Waz sie auch lehen auzwendig dem lande leihen, dieselben sullen sie beide mit einander vnd einer on den andern nicht leihen. Mit namen so haben wir geteidinget vnd geredet, Daz die Burggrafschafte, daz Gerichte vnd Zolle daselbest, vnd alle dorffer vnd guter, die zu derselben Burggrafschaft gehoren, bei den vorgenanten unsern Sunen vngeteilet sullen beleiben, Auzgenomen beider Weide zu Nuremberg, die mit allen nuczen und Wiltpenn bey dem nydern lande beleiben sullen; Doch mügen die von Beyerstorff Zymmer holczes ir notdurfte auz dem Walde in sant Sebaldes pfarre uff dem lande gelegen, nach eines forsters Rate nemen vnd hawen. Auch sal der wiltpann uff dem Mark zu Beyerstorff zu dem obern lande vnd teil gehoren. Vnd welcher Herre oder sein Jeger uff dem seinem lesset, derselbe herre oder sein Jeger mugen den hunden wol gerennen vnd nachfolgen in dez andern herren wiltpann, vnd daz sal einer dem andern nicht weren. Welcherley Bergwerg auch in vnsern landen zu disen zeiten sein, oder kunfticlichen dorynnen von Gotlichem gelucke funden wurden, In welchem lande oder teil daz wer, dieselben Bergwerg vnd waz nucze dauon mugen geuallen, dieselben sullen auch beider vnserr Sune sein vnd von in vngeteilet beleiben. Wenn auch daz geschehe, daz vnser Sune geteilet hetten, So sullen in beiden iren teilen alle ire Slosz vnd auch offene hewser, die yettwederm mit teilen an sein geuallen, irr ieglichem gewarten vnd offenn sein zu allen iren noten, kriegen vnd gescheften, als ofte sie dez bedurffen, geleicher weise, als dem selber, dem die Slosz mit teilen sein zugeuallen. Auch sal vnserr Sune einer dem andern getrewlichen zu allen seinen kriegen und stoszen mit seinselbes leibe, mit volk zu Zugen, zu Geseszen oder zu teglichen kriegen uff seinselbes koste sein beholffen, wie daz dem andern allernuczlichst ist, oder im zu denselben seinen kriegen mag behelffen, genuczen vnd awzgetragen on geuerde. Wurde auch ein Slosz oder mer gewunnen in dem nydern lande, darzu der obere dem nydern Herren wer beholffen, Alsofte daz geschehe, daz solte demselben herren dez nydern landes beleiben: Also, daz derselbe herre zwen seines Rates dorzu geben solten, Vnd wie die vier dasselbe Slossz nach iren trewen schaczten vnd achtenn an gelte, dasselbe gelt halbes sal derselbe nyder herre dem obern herren geben vnd bezalen in der Jaresfriste, als daz Slosz gewunnen ist worden; Wer aber, daz die vier sich dez nicht vereinen mochten, dez solten dieselben vier einen geleichenn Obenman nach iren trewen zu in nemen, Vnd wie die funfe, oder der merer teil vnter yn also achten vnd schaczen wurden, dapey sal ez beleiben, Vnd dornach daz halbeteil vergolten werden, als oben stet geschriben. Wer aber, daz ein Slosz oder mer gewunnen wurde in dem obern lande, dorzu der nyder dem obern wer beholffen, als oft daz geschehe, daz solte demselben herren dez obern landes beleiben: Also, daz derselbe herre zwen seines Rates vnd der nyder herre auch zwen seines Rates dorzu solten geben, vnd wie die vier dasselbe Slosz nach iren trewen schaczten vnd achtenn an gelte, dasselbe gelt halbes sal derselbe Ober herre dem nydern herren geben vnd bezalen in der Jaresfriste, als daz Slosz gewunnen ist worden. Wer aber, daz sich die vier dez nicht vereynen mochten, So solten dieselben vier einen geleichenn Obenman nach iren trewen zu in nemen, Vnd wie die funfe oder der merer teil vnter in in also achten vnd schaczen wurden, dapey sal ez beleiben, Vnd dornach daz halbe teil vergolten werden, als oben geschriben stet. Wenn auch beide herren einer dem andern zu dinste oder in irr beider geschefte zu felde komen, Waz sie dann gefangner gewunnen, dieselben gefangenn sullen vnter sie geteilt werden nach anzale gewappenter lewte, die yegiicher uff dem felde hat. Auch haben wir geteydinget: Waz vnser vorgenanten beide Süne mit einander gewinnen, ez sey von Weiben, oder sust wie daz gewunnen wirdet, ee daz sie mit einander geteilt haben, geleich mit einander teilen sullen. Geschehe auch, daz der vorgenanten vnserr Sune einer nach der teilunge eine Slosse oder mer wurde verseczen oder uerkummern, als oft daz geschehe, dasselbe sal er dem andern seinem Bruder vier wochen vor des satzes zeit lassen wissen vnd anbieten; Mag er dann uff dasselbe Slosz souiel geltes geleihen, dorumb er daz andern lewten wil verseczen, So sal er im dez vor andern lewten gunnen, an sich in saczes weise zupringen. Wer auch, daz irrer einer, welcher daz wer, nach der teylunge Slosz oder guter, wie die genant weren, wurde verkauften, dieselben Slosz vnd guter sal er vor dez kauffes zil ein vierteil Jares den andern anbieten; Wolte dan der ander vnser Sune souiel geltes als ander lewte dorumb geben, so sal er im desselben kauffes vor andern lewten gunnen. Wenn auch die uorgenant zeit saczes oder kauffes wer uergangen, als oben geschriben stet, Vnd zu yegiicher zeit der ander Bruder zu den Slossen oder guten mit kauffen oder seczen mit gelt, als oben geschriben ist, nicht mochte kumen, So mochte dornach der ander Bruder, der also uerseczen oder verkauften muste, seine Slosz oder guter wem er wolte uerseczen oder verkauften. Wolte auch einer teil den andern nicht verwiss(en), er verkauftet im zu schaden oder zu vn-willen, Dasselbe sal der, der da verkauftet, mit dem rechten beweisen, daz in not dorzu dringe, daz er uerkauffen musse, on allerley geuerde. Mer haben wir zwischen den obgenanten vnsern Sunen geredet vnd geteydinget: Wer, daz nach der teylunge ir einer sturbe vnd abgienge vnd Sune hinter im liesze, einen oder mer, So sal der ander vnser Sune, der in dem leben beleibet, derselben Sune oder Sunes herschefte, lande, lewte vnd gute getrewer Vormunde sein, alslange biz sie zu iren oder seinen tagen kumen; Wer aber, daz der dickgenanten unserr Sune einer abegienge, die teilunge wer geschehen oder nicht, vnd nicht Sune, einen oder mer, hinter im Hesse, oder ob er Sune Messe, Giengen dann dieselben Sune abe, also daz sie erben menliches geslechtis hinter in nicht Hessen, So sul alles daz lant, lewte vnd alle guter, wie die genant, oder wo die sein gelegen, uff dem belibenn vnserm Sune erben vnd geuallen, die der oder die abgegangenn gelassen haben. Liesse auch derselbe abgegangen vnser Sune Tochter hinter im vnd nicht Sune, als oben stet geschriben, Dieselben Tochter sal der belibenn vnser Sune, oder sein erbein, ob ez dorzu kome, getrewlichen, als seinselbes Tochter oder Geswistride, beraten vnd gestaten, on geuerde und on alle argeliste; Vnd daruff sullen beider vnser Suene alle Amptlewte sweren, daz sie mit allen den Slossenn vnd gutern, die in sein beuohlen, dem lebendingen dann gewarten getrewlichen sullen on geuerde, ob ez zu sulchen feilen komen wurde, als oben stet geschriben, vnd dasselbe geschefte vnd gemechte von der anfeile wegen sal zwischen vnsern Sunen vnd iren erben ewiclichen stet vnd vnuerrucket sten vnd beleiben. Wer aber, daz vnserr Sune einer, welcher der wer, dheinerley geschefte oder gemechte tun wurde, die die obgeschriben geschefte oder gemechte in dheinweis verrucken oder gekrencken mochten, Dieselben nachgeschehenn geschefte solten, noch mochten macht noch krafte haben, noch gewynnen, Sunder dise geschefte, gemechte vnd verpuntnusse sullen in ihren mechten vnd kreften vesticlichen besten vnd beleiben, als sie an disem brife geschriben sten vnd begriffen sein worden. Der obgeschribenn artikel vnd teydinge alle, als sie sementlichen vnd besunder geschriben sten, die egenanten vnser liebe Sune, wann sie ires alters zu iren tagen sein komen, daz sie daz wol getun mochten, gelobet haben mit guten trewen, vnd zu den heiligen gelerte eyde gesworen on argelist vnd on alles geuerde stete vnd gancz zuhalten vnd zuuolfuren. Mit vrkunde dicz brifes geben vnd geschehen zu kulmnach, mit vnserm vnserr beider vorgenanten Sune vnd der uorgenanten Hochgeborn fursten vnd herren, vnserr lieben Sune, Sweger vnd Oheimen, anhangenden Insigeln. Vnd wir, die uorgenanten Johans vnd fridrich von gotis gnaden Burggrauen zu Nuremberg, Gebruder, Bekennen, daz wir mit rechter wissen vnsere Insigel an disen briff haben heissen hencken, Zu warem vrkunde, allez daz stet vnd veste zuhalten vnd zuuolfuren, daz oben von vns an disem brife stet geschriben. Auch haben wir von gotis gnaden Ruprecht der Jungest Pfalczgraff bey Rein vnd Herczog in Beyern etc. Balthazar vnd Wilhelm lantgrauen zu Doringen vnd Markgrafen in Meissen etc., Herman lantgraff zu Hessen etc., Vnd Johans lantgraff zum lewthemberg etc., mit guter wissen, durch pete willen der Hochgeborn fursten fridrichs, Johansen vnd fridrichs Burggrafen zu Nuremberg, vnserr lieben Sweher, Sweger vnd Oheim, vnserew Insigel zu den iren, zu gezeuknusse aller obgeschribenn teydinge vnd gemechte an disen briff heissen Hencken. Nach Cristi vnsers herren gepurt Drewzehenhundert Vnd in dem funff vnd Achtzigistem Jaren, am nehsten freytag vor dem Heiligen Pfingest tage.
(L. S.) (Original im Königl.
Bairischen Reichsarchive.) (Duplicat im Königl.
Preussischen Hausarchive, wörtlich (wenn auch nicht durchaus
buchstäblich) gleichlautend mit obigem.) VI.Das Testament des Kurfürsten Friedrichs I. vom Freitag nach St. Bonifacii [17. Mai] 1437.(Aus dem königlichen Hausarchive zu Berlin.) Wir Fridrich von Gotes Gnaden Marggraue zu Brandburg, des Heiligen Romischen Reichs Ertzkamrer und Burggraue zu Nurnberg Bekennen und thun kunt offenlich mit diesem Briefe allen den, die ihn sehen, horen oder lesen, daß Wir von Vetterlicher Trewe und Ordenung, natürlicher Liebe, die Wir haben zu den Hochgebohrn Fursten Unsern lieben Sohnen Johannsen, Friderichen, Albrechten und Friderichen, Marggrauen zu Brandburg und Burggrauen zu Nurnberg zwischen denselben Unsern Sünen mit Ihrem gutem Willen wissen und Wortte beret und beteidinget haben durch Besserunge, Fride, Nützes, Aufnehmen und Mehrunge willen Ihr selbst, Unser und Ihrer Lande Leute und Güter, als hernach von Wortte zu Wortten begriffen ist und geschrieben stet in diesem Briefe, wann Sich die egnanten Unser drey Sone, Johans, Friderich und Albrecht des selbst Bruderlich mit einander voreynet und sich mit sambt Uns des Jungsten Unsers Sones Marggraff Friderichs darinnen gemechtiget haben und solcher Teylunge, Ordenung und Satzunge mit rechter Willkur und freyem guten Willen und Vorbetrachtunge auf Uns gangen und komen sein, wie Wir sie alle Vire setzen, orden und teylen, daß sie Uns des ane allis widdersprechen gefolgig und gehorsam sein sullen und wollen, als sie uns das dann zu haltten zu thun und zu vollfuren, mit hantgebenden trewen gelobt geredt und versprochen haben. Zum ersten haben wir beret, beteidinget, geordent und gesatzt, ob geschee, da Gott lange vor sey, daß wir mit tode abegingen, so sullen die landt in der Marckt und das Marggrafthum mit der kur, auf die obegeschriben unsere Sone Friderichen und Friderichen komen und gefallen, doch daß unser Sun Friderich der elter die kur habe sein Lebtage, und sich des Heiligen Romischen Reichs Ertzkamrer nach unserm tode schreibe und nicht sein Sone nach seinem tode, Sunder die kur und egeschribener tittel soll nach seinem tode auf unsern Iungsten Son Marggraff Fridrichen, ob der anders lebt, komen und fallen von den andern ungehindert, der dann die kur und tittel auch sein lebtage innen haben sol und nach des tode soll dann die kur und tittel auf den eltsten Son unsers Sons Marggraff Friderichs des eitern, ob er einen werntlichen Son ließ, komen und fallen. Wann sich derselben kur-tittels und wirdikeit unser Son Marggraff Iohans mit willen ergeben hat, und dasselbe Marggraffthum zu Brandburg soll also geteilt werden und sein, daß die Newe Marck, die Uker und das landt zu Sternberg mit ihren zugehorungen ein teil sey, so soll die alte-Marck und die Prignitz mit Ihren Zugehorungen der ander theil sein und die obegeschrieben beide Landt und teyl mit allen iren Herlickeitten, Herschafften, lehen und zugehorungen sullen nach unserm tode den obgenanten unsern Sönen Friderichen und Friderichen und Iren männlichen Leibeserben zugefallen sein und bleiben, ane alle Hindernusse ander unser Söne, Irer Bruder und Irer Erben. Doch also, daß dieselben unser Söne Friderich und Friderich von datum dieses briefes uber sechtzehen Jar kein teylunge der obgeschriben lande der Marck thun sullen in kein weiß, wenn aber die sechtzehen Jar gantz vergangen sein, wollen dann dieselben unser Süne Friderich und Friderich oder Ir menlich leibßerben nicht lenger mit sulchen landen bie einander bleiben, So mugen und sullen sie alsdann ein teylunge derselben landen in obgeschribener maaß, auf ein loß thun und was dann Ir iglichem egenannten unseren Sunen Friderichen und Friderichen oder Iren menlichen leibßerben, das loß an den obgenanten landen und teilen gibt und zugefallet, dapey soll Ir iglicher alsdan bleiben und die teylunge soll also gescheen. Welchs landt der Marck oder welcher teyl besser were dann der andere, so soll dem bessern teil abgenomen und dem mynnern teyl zugegeben werdde mit Slossen, Steten, gutern und nutzen, die dem andern lande und teile dann zugegeben soll werdden allergelegenst und dem andern teyl aller unschedelichst sein nach Kate prelaten, Herren, Mannen und Stetten der Marck zu Brandburg oder des merern teyls unter In, die sie zu denselben zeiten ungeferlichen dabey gehaben mugen. Wer auch, daß wir mer Sloß, Stete oder Gutere bey unserm Leben kaufen wurdden oder wie die von Gnaden oder sunst zu unsern handen und gewalt komen, in den lannden der Marck zu Brandburg, die alle sullen von den obgeschrieben unsern Sonen Friderichen und Friderichen nnd Iren Menlichen leibeßerben geteylt werdden und bleiben zu dem lande und in dem teil dorinnen und dabey sie gelegen sein, doch das der Herr, in des lannde oder dapey sulch Sloß, Stete, oder gutere gelegen wern, dem andern herren seinen halben teil mit geltte oder andern Slossen oder gutern, die dem andern herren gelegen sein, außrichten in Jaresfriste, nach Erkentnuß vier Irer Rete, der iglicher zwen dortzu geben sol. Wer abir, daß die Vier sich des nicht voreynen mochten, des sullen dieselben Vier einen gleichen Oberman, noch Iren treuen zu In nemen, und mochten sie sich des Obermans nicht voreynen, so sullen altzeit die andern Ir Brudere oder Ir Vettern einen Obman In geben, oder Ir Brudere oder Vettern einer sol selbst ein Obman sein, und wie die funff oder der merer teil unter In dann daß also achtten und schatzen werdden, dapey so sol es bliben, und dornach das halbteyl vorgoltten oder widdergeiget werdden, wie obegeschriben stet. Auch sullen zu iglichen obgeschriben lande und teile gehoren und bleiben alle Sloß, lehen, geistlich und werntlich herrschafft, Gerichte, wiltpan, weide, heide, Forst, merckte, Dorffer, weyer, Sehe, wasser, Geleite, Zcolle und alle ander Ere, herlickeit, Wurdde und gut, wie dieselben namen haben und gewynnen mugen nichts außgenomen die in idtweddern teilen gelegen sein, doch daß wir unser lebetage macht und gewalt haben und behaltten alle lehen geistlich und werntlich und auch besunder alle vorfallen lehen in der Marck zu leihen ungehindert von den obgeschrieben unsern Sonen Friderichen und Friderichen und Iren erben, außgenomen, was wir denselben Unsern Sonen in unsern besundern Briefen an unser stat zu leihen gegunt und erlaubet haben on alles geverde. Auch soll der sehe, genant Brißk zu der altten Marck gehoren und geslagen werdde, auch welcherley perckwerck in unsern lannden in der Marck zu Brandburg zu diesen zceiten sein, oder in kunftigen zceiten von gotlichem gelucke und gnaden darinnen funden wurdde. In welchem egeschriben lande oder teyl der neuen oder der altten Marck und Irer Zugehorunge daß were oder geschee, dieselben Berckwerck und was nutzes davon mugen gefallen, dieselben nutz alle, sullen beider egenannter unser sone, Friderichs und Friderichs und Irer Erben sein und von In ungeteilt bleiben. Auch sullen in beiden Iren teilen alle Ire sloß, Stete und auch offene heusere, die idtweddern teile angefallen sein, Ir iglichem und Iren menlichen Erben gewartten und offen sein, zu allen Iren noten, krigen und Gescheuten, als offte sie des bedurffen gleicherweiß als demselber dem die sloß oder stete mit teilen zugefallen sein, ane allis geverde. Auch sol der obgenanten unser Son Einer und Ir Erben dem andern getreulichen zu allen seinen krigen, stossen, nöten und geschefften mit sein selbst leibe mit volk zuzügen zu gesessen oder zu tegelichen krige auf sein selbst koste beholffen sein, wie das dem andern allernutzlichest ist, oder Im zu demselben seinem kriegen gehelffen, genutzen und außgetragen magk an geverde. Wurdde auch ein sloß oder mehr gewunnen in der Neuenmarck und seiner Zugehorunge dartzu der ander herr dem herren in der Neuenmarck geholffen wer, als offte das geschee, daß soll demselben herren der Neuenmarck bleiben, also daß derselbe herr zween seines Rates, und der ander herr auch zween seines Rates dartzu geben sullen, und wie die viere dasselbige Sloß nach Iren treuen schätzen und achtten nach antzal der leute, zceuge und koste, sol derselbige herr der Neuenmarck dem herren der altten Marck geben und betzalen, oder mit andern gutern, die dem andern herrn gelegen weren, widderstattunge thun in der jaresfriste, als das Sloß gewunnen ist wordden. Wer abir, daß die vier sich des nicht vereynen mochten, des sullen dieselben vier einen gleichen Obermann noch Iren treuen zu Inen nemen; und mochten sie sich des Obmans nicht vereynen, so sullen altzeit die andern Ire brudere oder vettern In einen Obman geben, oder Irer bruder oder vettern eines sol selbst ein Obman sein, und wie die funff oder der merer teil unter In das also achten und schatzen werdden, dabey sol es bleiben und dornach sulchs in obgeschribner maas vergultten oder widdergeleget werdden, ane alles Geverde. Wer abir das ein sloß oder mer gewunnen wurdde, in der altten marck und seiner zugehorünge, dortzu der herr der neuen Marck dem andern herren beholffen were, als offte das geschee, das sol demselben herren der altten Marck pleiben mit sulcher Achttunge, Schatzunge und Widderlegunge, inmassen als das von dem andern herren der neuen Marck begriffen ist ane alles Geverde. Wenn auch beide egenante herren oder Ir erben einer dem andern zu dinste, oder in Irer beider gescheffte und sache zu weide komen, was sie dann gefangenen gewynnen, dieselben gefangen sullen unter sie geteilt werdden nach Antzal gewappender leute, die iglicher auf dem velde hat. Auch was iglicher egenanten herren zu heyrratgut wirddet, ist unser meynunge, daß Ir iglicher bey seines weibes heyrratgut pleibe, der egenanten unser süne Friderichs und Friderichs ungehindert von den andern seinen bruder und seinen erben, ane alles Geverde. Auch von der landt zu wenden und ander herrschafft wegen, die dann von der Marck zu lehen geen, ob die zu der Marcke komen oder gefilen; so behaltten wir pey uns, daß zwischen den egenanten unsern sonen Friderichen und Friderichen und Iren erben zusetzen, oder die andern unser sone haben des nach unserm tode macht, sulchs zwischen denselben unsern Sonen Friderichen und Friderichen und Iren erben zu orden ane alles Geverde. Geschee auch, das der vorgenanten Unser Sone, Friderich und Friderich oder Ir Erben Ir einer ein Sloß oder mehr vorsetzen oder verkummern wurdde, mit allir seiner nutzunge auf ewige Widderlosunge, so sol der ander Unser Son oder sein Erben altzeit macht haben sulch Sloß umb sulch Sumen Gelts an sich zu bringen, doch das Er dem andern brudere und seinen Erben vor verschreibe und gewißheit thue In einer ewigen lösunge daran zugestaten ane alle Widderrede. So sullen auch der egenanten Unser Sone keyner, noch Ir Erben kein Sloß, Stat oder gutere auf einen vall nicht versetzen in kein weiß, sunder altzeit, ob es zu einer sulchen köme, ewige losunge daran behalten, oder das zu tode oder Urtet verkauffen. Wer auch daß Ir einer, welcher das wer, sloß, Stete oder gutere wie die genant weren, verkauffen wolt, dieselben sloß, Stete, oder gutere sol Er vor des Kauffzyl ein halbes Jar dem andern Herrn anbieten, wolt dann der ander Unßer Son so viel gelts, als ander leute darumb geben, so sol Er Im desselben kaufs vor andern leuten gunnen, wenn auch die vorgenante Zeit des kauffes vorgangen were, als obgeschriben stet und zu iglicher zeit der ander brudere zu den slossen oder guten mit kauffen mit geltt als obgeschriben ist, nicht komen mochte, so mochte dornach der ander egeschriben brudere der also verkauffen muste, sein sloß oder gutere wem er wolt vorkauffen. Wolt auch ein teil den andern nicht vorwissen, er vorkauffte Im zu schaden oder zu Unwillen, dasselbe soll der, der da verkaufft, mit dem rechten beweisen, das Im not dortzu dringe, das Er vorkauffen muße, ane allerley geverde. Wir haben auch zwischen den obgenanten Unsern Sönen Friderichen und Friderichen beret und beteydinget, wer das Ir eyner sturbe oder abeginge und Sone hintter Im ließe, einen oder mehr, so sol der ander Unßer Sön, der im leben bleibet, derselben Süne oder Sönesherrschafft, Wirdigkeit, Lannde, leute und Gutere getreuer Vormunde sein, als lange biß Sie zu Iren oder seinen tagen Achtzehen Jar alt komen. Wer abir das Unser obgenanter vier Sohne eyner oder mehr bie Unserm leben mit tode abegingen, wiewol wir inntzund sulch obgenante teilunge gesatzt haben, so sullen und wollen Wir macht haben, des oder derselben teil furpaß zu orden, zu machen und zusetzen, was den andern unsern Sünen, die im leben bleiben, oder Iren Erben an sulchen feilen, noch Unsern tode volgen und werdden solt. Wer abir, das nach Unserm tode Unser egenanten Süne, Friderich und Friderich einer abeginge und nicht Söne einen oder mer hinter Im ließ, oder ob Er Sone ließ, gingen dann dieselben Sone auch abe, also das sie Erben mennlichs Geslechts hinter in nicht ließen, so sullen alles des landt, leut und alle gutere, wie die genant, oder wo die gelegen sein, auf den obgenanten Unsern pliben Sun und sein Erben gefallen, und Erben, die der oder die abegangen gelassen haben, von den andern seinen brudern Iren Erben und meniglich ungehindert und uneinsprechenlich an alles Geverde. Ließ auch derselbe abegangen Unser Son tochter hinter Im und nicht Sühn, so vorgeschrieben stet, dieselben tochtere sol der egenante Unser bliben Sön oder sein Erben ob es dortzu kome, getreulich als sein selbst tochtere oder Geswisterot beraten und bestatten ongeverde und ahne alle argelist. Wer auch das die egenanten unser Söne Friderich und Friderich, Ir einer oder sie peyde tochter gewunnen, und ir einer und welcher unter In sulch sein tochtere eine oder mehr alledieweile er selbst noch in leben wer, selbst beraten und bestaten wolt, so sol doch Ir eyner seiner tochter eyner zu sulcher beratunge und bestatunge uber zwentzigktausend gulden Reynischer landeswehrunge nicht geben, achten noch vorschreiben umb deswillen, das vnser Herschafft dester mynner damite beswert und zuenttrent bedurff werdden. Auch welcher der viergenanten Vnser Sün einer oder sie alle, sein selbst oder seines egeschriben Bruders tochter eine oder mehr, beraten außgeben und bestaten wurdde, der sol von Ir, und auch von Irem gemahel dem sie gegeben und zugefuget wurdde, redelicht vertzeihe briefe mit bewertten, Insigeln, so offte des not geschicht, vordem und nemen, ee sie Elichen beyslaffen ane allis geverde. Wer abir das die egenanten vnser Sün Friderich und Friderich beide nach vnserm tode ane menlich leibßerben mit tode abegingen, so sullen alsdann die obgeschriben lande der Marck zu Brandburg mitsampt der Kurwirdikeit und zugehorunge auf vnser Sune Johansen und Albrechten marggrafen zu Brandburg und auf Ir menlich leibßerben, den dann die landt zu Franken und auf dem pirge zugeteilt sein, komen und gefallen, doch das der eltste alsdann die kur habe, von meniglich ungehindert. Auch sol es desgleichen und in obgeschribner maß mit den selben der lande zu Francken und auf dem pirge also auch gehaltten werdde. Und auf das setzen und wollen wir, das die obgenante unser vier Sune und alle Ire menliche leibserben, welch dann zu zceiten in leben sein, alle Ire landt, herlickeit, gutere, wiltpan, geleit, zcolle, gerichte pann und anders semptlich noch unserm tode zu lehen entpfahen, von dem reich oder von wem die zu lehen ruren und in ungesundertten lehen sitzen und pleiben sullen, doch, das es mit den selben zwischen In gehalten werdde, wie dann obgeschriben stet, ane allis geverde. Wir wollen auch, das die obgeschriben unser vier Sune und Ir erben, Ir iglicher sich schribe Marggraff und Burggrafe und auch die wapen von denselben landen Inschiltten, Helmen, panerin und Insigeln setzen und geprauchen und welcher die kur hat, der soll sich einen kurfursten und des heiligen Römischen Reichs Ertzkammrer schreiben. Auch sullen eins ieglichen lande leute, stete und gütere, der egenanten vnsern vier Sune Johansen, Friderichs, Albrechten, und Friderichs noch unserm tode in allen huldungen thun, geloben und sweren zu gewartten, ob es zu feilen in obgeschribener maß kome, sich an die andern und Ir menlich erben an widderrede zu haltten, doch unser lieben gemaheln an Irem leibgedinge auch Irer verschreibunge und huldunge unschedelichen noch Inhalt und ausweisunge Irer briefe ane allis Geverde. Auch sullen dieselben vnser vier Sune Ir keyner mit Iemants keinerley puntnuß eingeen, es sein dann die andern Bruder und Ir erben dorinnen auch begriffen, woltten abir sulch in sulcher puntnuß nicht sein, welcher sich dann verpindet, der sol in solcher puntnuß altzeit die andern sein Bruder Ir erben und Ir lande und leute außnehmen widder die nicht zu sein zu thun noch zu helffen in kein weiß ane allis geverde. Auch sol der egenanten unser vier Sune keiner keinen grosen namhaftigen krig noch mercklich sache nicht anfahen, noch machen, ane rate und wissen der andern seiner Bruder es wer dann, das Ir einer zu krige genotet wurdde so mochte er sich weren und auf haltten noch seiner notdorfft, dortzu Im dann die andern sein Bruder in obgeschribener maß helffen sullen, ane widderrede und ane allis geuerde. Auch haben wir beret das unser lieber tochter frau Barbara, des obgenanten unsers Sunes Marggraff Johansen gemahel Ir leibgedinge in der Marck zu Brandburg ledig sagen und aufgeben sol, so sol sie unser egenanter Sun Marggraff Johans hir haussen in seinen teil landes an etlichen Steten mit einem leibgedinge nach redlickeit widder Vorsorgen und vermachen, ane allis geverde. Wir haben auch beret, ob wir unser tochter frau Margreten in unserra leben mit einem gemahel oder suust nicht bestatten, und Vorsorgen, auß den landen zu Francken und vom pirge so sullen die egenanten unser Süne Johanns und Albrecht der egenanten unser tochter, noch unserm tode Ir iglicher zcehentausend gulden Eeinischer landeswerunge das zweintzigktausend gulden machet mit zymlicher fertigunge zu einem gemahel oder bestatunge in Jarisfrist, außrichten und betzalen oder Ir fur sulch gelt, redeliche einsatzunge thun, noch heyerotgutes recht, ane allis geuerde. Wir haben auch beret, von unsers Sunes Marggraff Johansen tochter wegen die dem hertzogen von Stettin vorsprechen ist mit zcehentausend gulden heymsteuer ob wir nu bey unserm leben dieselben zcehen tausend gulden von der Marck nicht außrichten So sullen die egenanten unser Sune Friderich und Friderich dieselben zcehentausend gulden derselben unsers Sunes Marggraff Johansen tochter, noch unserm tode außrichten und betzalen, oder einsatzunge thun in Jahresfrist, wie dann sulcher heyerot beteidinget ist wurdden, ane allis geverde. Auch sullen die egenanten unser Sune Friderich und Friderich alle unser schulde, die wir intzundt in der Marck schuldig sein, und der mehr oder mynner bey unserm leibe machen werdden, es wer an leibgedinge oder an andern, noch unserm tode gleich mit einander teilen und außrichten. Auch sullen die egenanten unsere vier Sune Johans, Friderich, Albrecht und Friderich nich zu vehe(1) noch zu zwitracht kumen und ob unser Sone Friderich und Friderich zu Spen und zweitracht kamen, so sol Ir iglicher zwen seiner rete dortzu geben und orden und mochten sich die vier nicht geeynen, so sullen sie einen gleichen obman nach Iren treuen zu In nemen und machten sie sich eines obmans nicht voreinen, so sullen altzeit die andern Ir Brudern oder vettern In einen obman geben oder Ir Bruder oder vettern einer sol selbst ein obman sein, und was dann die funff oder der merer teyl unter In umb sulche spen und zweitracht nach klage und antwort in recht finden und erckennen ob sie sie gutlich nicht vertragen mugen, dapey sol es alsdann pleiben und von In und Iren erben in obgeschribner maß also gehalten werdden, umb deßwillen das sie icht zu beiderseit zu zweitracht, angreiffunge und beschädigunge kumen bedurften ane allis geuerde. Auch ob der obgenanten unser Sune eins, Ritter oder knecht mann oder Untertan geistlich oder werntlich zu dem andern herren oder zu seinen Rittern oder knechten oder unttertan, geistlich oder werntlichen personen zusprechen gewunnen, So sullen sich Ritter und knechte und manne von dem andern herren und seinen Rittern und knechten und mannen fur desselben herren erber rate an Rechte benugen lassen. Wer es abir gein seinen Untertanen burgern und pauren oder gein geistlichen personen, von den sol man sich an recht benugen lassen, an den stetten und in den gerichten, darjnnen ein yeder gesessen ist und die geistlichen da sie des billichen sein, und sulchs nicht ferrer zihen, nach zu keinen Unwillen oder zu veintschafft dorumb zukomen, in kein weiß ane allis geverde. Wer es abir gein einer gemeinen stat von der sol man sich an Recht benugen lassen, vor Iren herren und seinen erbern Reten; Auch sullen alle der egenanten unser vier Sune, Johannsen, Friderichs, Albrechts und Friderichs Amptleute sweren das sie mit allen den Slossen und gutern, die In bevolhen sein, den lebendigen und bliben unsern Sünen, ob der oder die andern ane menliche leibserben abegingen dann getreulichen gewartten sullen ob es zu sulchen feilen kerne als obgeschrieben stet wann dasselbige gescheffte und gemecht von der anfeile wegen sol zwischen den egenanten unsern vier Sunen und Iren erben ewiglich stete und unverruckt steen und bleiben ane alle widderrede und ane allis geverde. Wer aber das derselben unser vier Sune einer oder Ir erben welcher der wer oder wurdde, keynerley Gescheffte oder gemechte thun wurdde die die obgeschriben gescheffte, gemechte oder ordenunge eines oder mehr in keinerley weiß vorrucken oder gekrencken mochten dieselben nachgetan gescheffte sullen kein macht noch craft haben noch gewynnen widder mit gerichte noch an gerichte, geistlichen noch werntlichen in kein weiß sunder diese obgeschriben unser gescheffte, ordenunge, gemechte unser puntnuß sullen in Iren mechten und crefften vestiglichen besteen und bleiben als sie in diesem briefe begriffen sein und geschriben steen, ane allis geverde. Auch sullen die egenanten unser vier Sune und Ir erben, Ir iglicher des andern lande, leute und guter, getreulich und fleissiglich schutzen schirmen und hanthaben als sein eygen lande leute und guter, so offte des not geschicht ane allis geuerde. Auch sol allis heiligthum und das gefeß von golde, silber und anderm dorjnnen das heiligthum mit zcirheit gemacht und intzund auf dem Sloß Plassenberg ist und hinfur dorauff kerne oder gemacht wurdde auch alle meßgewant, pucher und ander zirheit gotliches dinstes daselbst nu auf dem Sloß Plassenberg und beheltnuß daselbst ewiglichen bleiben unverrucket und unverseret der herschafft und den landen zu eren und zu wurdden und das sol In allis gemein sein, ane allis geverde. Auch sullen alle gemein briefe zu unsern landen der Marck gehorent auf dem sloß und behältnuß zu Tangermunde bleiben und sein zu ewigen zceiten doch das man dem andern herren der neuen Marck die vidimus gebe untter des Reichshofgerichtes Insigel Wer abir das der herr der neuen Marck oder sein erben sulcher briefe zu seiner notdorfft geprauchen wolt so solt Im der herr der altten Marck sulch briefe altzeit zu seiner notdorfft leihen und schicken doch wenn er oder sein erben die genutzen so sullen sie alsdan dieselben briefe zustundan widder gein Tangermunde in die behaltnuß antwurtten unvertzogenlich und ane allis geverde. Wan sie uns sicher beduncken zu sein, zu Tangermunde dann in andern unsern Slossen; Auch was sunder briefe zu igliches lande gehoren die sol und mack Ir iglicher selbst behaltten noch seiner notdorfft und besten wie In gut beduncket. Auch sol allis heiligthum und die Gefäß von golde Silber und anderm dorjnnen das heiligthum mit zirheit gemacht und intzund auf dem Sloß und Stifte Tangermunde ist und hirfur darauf käme oder gemacht wurdide auch alle meßgewant pucher und ander zirheit gotliches dinstes daselbst nu auf dem Sloß und Stiffte Tangermunde und beheltnuß daselbst ewiglich bleiben unverrucket und unverseret, der herschaft und den landen zu eren und zu wirdden, und das sol In allen gemein sein ane allis geverde. Auch sullen die egenanten unser vier Sune aneinander getreulich und fleissiglichen fordern, und Ir einer den andern nicht hindern widder mit wortten noch mit wercken heymlich noch offenlich sunder ob Ir einem ichts auffersteen wolt, dortzu sol Ir einer dem andern getreulichen helffen raten und furderlichen sein gleicherweiß als es Im selbst zusteen solt, ane allis geverde. Auch umb alle lehenpucher Register und schultpucher, die sol man alle abeschreiben und iglichem herren der ein abeschrifft geben daß er sich dornach nach seiner notdorfft gerichten muge. Auch umb unser deutsche leßpucher, die wollen wir bei unserm leben obgotwill an ein stat oder closter orden und schicken da sie allwege bleiben, und da nicht verruckt werdden sullen doch welcher der obgenanten unser Sune einer oder mehr die abeschreiben woltten lassen den sol man die leihen doch das er vor ein gewißheit thue, sulche pucher in einer benanten zceit widder an sulche stat oder closter widderzuschicken und zu antwortten dahin wir die orden und schicken werdden. Auch sullen die obgenanten unsere vier Sune und Ir erben unser gescheffte und letzten willen wie und was wir also schicken volkomlichen haltten und außrichten und kein einfelle noch Irrunge dorein thun sullen, in kein weiß ane allis geverde. Auch wollen wir unser lebtage der obgenanten unser lande der Marck zu Brandburg des Burgrafthumbs zu Nurnberg des birges und zu Francken herre und gewaltig sey von den obgenanten unsern Sunen und allen Iren erben ungehindert und ane allis geverde. Und die obgeschrieben artikel und teylunge alle als die semptlichen und besundern begriffen sein und geschriben steen haben die obgenanten unsere drey Sune, Johanns, Friderich und Albrecht wann sie Ires alters zu Iren Tagen komen sein das sie das wol gethun mochten gelobet mit gutem treuen und zu den heiligen gelert eyde gesworen stete und gantz zu haltten und zu volfuren und wenn der jungste unser Sune Marggraff Friderich zu seinem alter und tagen kummet so sol er alsdann sulch gelubde und eyde in obgeschribner maß auch thun unvertzogenlich ane argelist und ane allis geverde. Und des allis zu Urkunde haben wir unser insigel an diesen brief hencken laßen, und wir Johanns, Friderich und Albrecht gebruder Marggraven zu Brandburg und Burggraven zu Nurnberg bekennen offentlich in diesem briefe fur uns und fur unsern jungsten Bruder Marggraff Friderichen des wir uns mitsampt unserm herren und lieben vatter gemechtiget haben und fur alle unser und sein erben das diese obgeschriben teydinge teylunge ordenungen und satzunge, die dann der obgenante unser lieber herre und vatter zwischen uns getan hat mit unserm gutem freyen willen, wissen und wort zugangen und gescheen ist uns des alles Bruderlich miteinander voreynet haben und auf unsern lieben herren und vattern komen und gangen sein wie er uns setzet ordent, und teilt so er dann intzund getan hat des sullen und wollen wir Im, ane allis widdersprechen gefolgick und gehorsam sein als wir das dann zu haltten zu thun, und zu vollfuhren demselben unserm lieben herren und vattern mit handgebenden treuen gelobt geret und versprochen, auch des nu zu merer Sicherheit zu den heiligen gelert eyde in diesen brieff gesworen haben und sweren in craft dieses briefes und haben unser iglicher sein aigen insigel zu des obgenanten unsers lieben herren und vatters insigel an diesen brief gehangen der geben und gescheen ist zu Plassenberg am freytage nach sandt Bonifaciitage, noch Cristi unsers herren geburt viertzehen hundert jar und dornnach im siben und dreissigsten jare. Orig.-Perg. mit vier anhängenden Siegeln im Königlichen Haus-Archiv zu Berlin, Rep. V. — In dorso: Teylungsbr. Marggraw Pridrichen etc. Churfürstens zwischen seiner C. F. Gr. Sonen Marggraff Friderichen Johannßen Albrechten und Fridrichen Im 1437sten jare. o nach Bonifacii m. Mart. Mehrfach gedruckt, so bei Gundling in jure et facto gegründete facti Species Beil. MM., in v. Falkenstein, Urkunden und Zeugnissen vom 8. Seculo bis auf gegenwärtige Zeiten, worin die wichtigsten das Burggrafthum Nürnberg betreffenden hohen Vorrechte, Freiheiten enthalten (Neustadt an der Aisch. 1789. Fol.) S. 279. VII. Theilungsvertrag der Söhne Kurfürst Friedrichs I. vom 16. September 1447.(Aus dem königlichen
Hausarchive zu Berlin.) Von gotes gnaden Wir Johanns und Albrecht gebruder, Marggrauen zu Branndenburg, und Burggrauen zu Nuremberg, Bekennen und tun kunt offentlich mit disem brieve allen den die in sehen oder horen lesen. So als der hoch-geborn Furste unser lieber Herr und vater Herre Fridrich Marggraue zu Branndenburg des heiligen Romischen rychs Ertzcamrer und Burggraue zu Nuremberg seliger bey seinem leben die hochgeborn Fursten unnser lieben bruder Herrn Fridrichen den eitern, und Herren Fridrichen den lungern Marggrauen zu Branndenburg etc. und uns mit aller unnser wissen und vulwert geordent gesatzt und geteylet wie wir mit unsern Herscheften landen und leuten die er gelassen und auff uns geerbet hat nach seinem tode sitzen sein und bleyben. Und nemlich wie unnser brüder die Marck zu Branndenburg semptlichen haben und nach ettlicher antzale Iare denn die teylen sullen das alles die brive daruber gegeben, clerlichen innhalden und außweisen. Und als nu unnser lieber Herre und vater von todeshalben abgangen ist, dem gote genade und wir bruder alle, also nach innhaldung der ordenung ettlich zyt gesessen und uns darnach gehalden. So haben wir in der zyt gelernet eigentlich gemercket und warhaftigen befunden, das sulch teylung, als er in und mit der Marck und den landen dartzu gehorend, zwischen den genanten unnsern brudern und iren erben gemachet geordent und gesatzt hat dem kurfurstenthum unsern brudern uns iren und unseren erben, nicht nutzlich sey, davon ser besorglich ist, das uns allen unnsern erben und der Herschaft gros unmacht, unrat und schade entsteen mochte, wo das in ander weise nicht gewandelt würde und als denn die obgenanten unser bruder, Fridrich der elter und Fridrich der lunger, der itzunt zu seinen mundigen Jaren gekummen ist mit uns in gutem rate erfunden und darumb solich teylung, Satzung und ordenung unsers lieben Herren und vaters in ettlichen stucken und artickeln zu wandeln und auff ander weise zu bringen willig sein, und uns darumb bruderlichen haben angelangt und gebeten darumb und von angeborner libe brüderlicher treue erhohung unser Herschaft, besserung der lande, und eynikeit willen der genanten unser bruder und auch als wir berichtet sein, das nicht streflich oder unrecht sunder loblich ist das man gesetze oder ordenung nach erlauff der zyt, sachen und lute, wol verendern mage, haben wir durch uns und unser treffliche rete zwischen den genanten, Fridrichen und Fridrichen unnsern brudern und mit Iren und unserm guten willen rechter wissen und gantzem vulbort besprochen beteydingt, bewillet und geschaffet, wie sie und Ir erben hinfurder in und mit der Marck den Herlikeyten lannden und leuten dartzu gehorend, sich orttere sein sitzen und bleyben sullen, das alles wir auch also besprechen, beteydingen bewillen, schaffen, setzen, ordenen und orttern in und mit kraft ditz brives, in massen hernachgeschriben ist. Zum ersten. Als marggrave Fridrich der elter nach unsers lieben Herren und vaters seligen tode, und von seiner ordenung wegen, das Ertzcammerampt des Heiligen Romischen rychs mit der kure und aller ander seiner wirdikeit, gehabt, und noch hat, So sol er auch furder das dieweyle er lebet, und nach seinem tode sein menlich leybserben und Ir erbeserben haben behalden, und sich wie oft des not geschicht, geprauchen, und do innen tun alles das sich von rechte und loblicher gewonheit davon und dartzu gepuret, ungehindert und ungeirret vor marggraven Fridrichen den lungern seinen erben und erbnemen, der sich auch derselben kure und der wirdikeit dartzu gehorend, und was er oder sein erben daran von unnsers lieben Herren und vaters ordenung oder sunst haben mochte, mit freyem willen, wolbedachtem mute und gutem rate, gentzlichen auf marggrave Fridrichen den eitern sein menlich leybserben und erbnemen, vertzigen und in des williglichen gegunnet und ingerumet hat. Geschee aber, da got vor sey, das marggrave Fridrich der Elter one menlich leybserben abginge, dann sol das ErtzCammerampt mit der kure und aller wirdikeit auf marggraue fridrichen den Jungern oder ob er nicht were, auf sein menlich leybserben vallen und kummen. Auch so haben wir berett und beteydingt, das unser bruder marggrave Fridrich der elter und sein menlich leybserben und erbnemen, die Neuen marck mit der Uker, und dem lannde zu Sternberg mit allen slossern und steten darinnen gelegen mit namen die Alten stat Branndenburg die Newen stat Brandenburg Berlyn, Colne, Franckford, Prentzlaw, Spandaw, Ratennaw, Nawen, Belitz, Treuenbretzen, Bernaue, Newenstat, Ewerswalde, Strausperg, Wretzen an der Oder, Munchperg, Mittenwalde, Tempelin, Neuenangermunde, Lychen, Stratzporg, Drossen, Reppen, Santach, Kopenick, Trebin, Sarmund Postamp, Buten, Boltsow mit der neuen mülen, Cremmen, Lybenwalde, Odersperg, Boytzenborch, Czichow, Griffenberg, Stolz, Wulffeshagen, Czedenigk, Iagow, Frisack, Goltsow, Hogen, Nowen, Mollenborch, Bredaw, Byesdall, Freyenwalde, Wusterhusen, Melros, Landsperg, Lagaw, Sunnenburg und sunst mit allen andern slossern und steten, benant und unbenant, und auch sunderlichen die zuspruche und gerechtikeit zu Paßewalk und alten Torgelaw und Neuen Torgelaw die Bischoffthum, Bischove, Epteyen epten probsteyen, probsten, Prelaturen, Prelaten, Sant Johanns ordens heusern, und Compthuryen und sunst mit allen slossern Steten merckten und Dorffern, darinn gelegen, wie sie genennet oder ungenennet sein, keins ausgenommen. Nemlich den Bischove Tumprobst und stifte zu Branndenburg, dem Bischove, tumprobst und stifte zu Lubus, den apt und closter zu Lenyn, den apte und Closter zu Koryn, den apt und closter zu Hymelpfortten den meister sant Johannsordens, den probst und closter auff dem berge vor Branndenburg, den probst und closter zu Grampczaw, den probst zum Berlyn, den probst zu Bernawe, den probst zu Neuen angermunde, den probst zu Straczporg, den probst zu Lybenwalde, den pfarrer zu Franckford und ander pfarre und geistlich lehen, benant oder unbenant, die Junckfrauen, probst und closter zu Spandow, Fredeland, Prentzlaw, Boczenborg, Seehusen und Czedenick mit allen andern geistlichen personen, Iren geistlichen lehen, und mit allen den Iren und Iren gutern, das sloß Plauen, mit dem stetlein und allen seinen zugehorungen das sloß Tüpcz mit dem stetlein und allen seinen zugehorungen, das slos Pycze die Herrnherschaft, slos und stat zu Kotbus, mit Iren angevelle und den andern halben teyle der herschaft des slosse und stat Cotbus das Erlutert innen hat, und mit allen zugehorungen und mit allen hayden, hölczern wiltpannen, gepieten, getwengen, wasseren, wayden allen herlikeiten, freyheiten, gnaden, gerechtikeyten, Zollen, Mulen, orbeten, mit geboten und verpoten, und sunst mit allen andern zugehorungen, geistlichen und werntlichen gerichten und lehenen, benennet und unbenennet auff Ienseyt der Elbe und der Havele und auch auff andern enden und orttern gelegen, die dann von alter darczu gehort und noch gehoren, sie sein semptlichen darczu gebracht, gewunnen, gekauft, und die noch darczu gewynnen, kauffen oder bringen, wie die namen hetten oder haben mochten. Und auch sunderlich die versprechnusse im lande zu Lusytz und sust anderswo alle ander versprechnusse, verschreybung und offen slossern, worinnen das belegen ist haben, behalden und geprauchen sullen, alles vor dem obgenanten unnserm bruder marggrauegFridrichen dem Jungern und seinen erben und erbnemern ungehindert. Es sol auch unnser bruder marggraff Fridrich der elter, und sein menliche leybserben den graven von Lyndaw und Herren zu Reppyn mit der Herschafft zu Lyndaw und Reppyn, mit allen Iren zugehorungen und gerechtikeiten und allem das der genant grave und sein verfarn bischer Innen gehabt, und noch Innen haben, und was er noch in ansprachen hat zu der Newenmarck haben vnd behalden, auch on alle Insage, hynder vnd wydersprach, vnnsers bruders Marggrave Fridrichs des lungern vnd seiner erben und erbnemen. Wir haben auch berett und beteydingt, das unnser bruder Marggrave Fridrich der Elter, und sein menlich leybserben sullen und mugen alle auswendige lehen geistlich und werntlich und sunderlichen, die Graveschaft zu Wernigerode und was die graven von Manßfelt, von Swarczpurg, die von Barby, die von Regenstein, die von der Hoya, die von Schowenberg, die von Cotbus, die von Wesenberg, die schencken von Sydaw, die von Dorstad, die von Wyensperg mit dem ErbCamerampt des Rychs, die von Byberstein und die von Torgow und ander dergleich auß der Marck besessen, die von der Marggraveschaft zu Branndenburg zu lehen haben sie sein benant oder unbenant, nach notdurft verleyhen, und sich der zu Irem nucze und fromm geprauchen als einem kurfursten zusteet und gepürett, alles von dem genanten unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem lungern und seinen erben ungehindert. — Auch haben wir berett und besprochen, das unnser brudder Marggrave Fridrich der Elter und sein menlich leybserben und erbnemen, die fünff pfrunde zu Stendal, die er von unnserm heyligisten vater dem pabste hat erworben mit sampt den beyden altarien zur welsnack die er auch von unnser aller lieben herren und vaters seligen, sein selbs, und unnser seien selikeyt wegen gestiftet hat, wie oft die verleddigen, leyhen sullen und mugen, vor dem obgenannten unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem lungern und seinen erben ungehindert. — Es sol auch unnser obgenante bruder Marggrave Fridrich der Elter für sich und sein menlich leybserben, alle seyne Cleynot von heftlein, vorspannen, guidein ringen vergulten kopuffen und sunst an allem silberm geschirre, an kannen, flaschen, pecken, schusseln und Hausgerete, Cleyder, Harnasch, stechzeug, Hengst, pferde, tebich, umbhenge und manigerley handezirung, auch mit pettgewande und kuchengeschirre, wie oder wo, und von wem die, der genant unnser bruder und sein gemahel unnser liebe swester zueynander hetten gebracht, geczeuget Oder geworben haben und behalden von dem obgenanten unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem lungern und seinen erben ungehindert. Allein ausgenomen alles pettgewant und kuchengeschirre, das zu dem sloß Tangermunde gehört, das sol dabey bleyben. — Es sol auch unnser Bruder Marggraff Fridrich der elter und sein menlich leybserben und erbnemen alle puchssen gros und klein, Alle geczelte groß und klein mit aller irer ratschaft an pulver steynen und andern zugehorungen und notdurftigen sachen behalden ungehindert vor unnserm bruder Marggraf Fridrichen dem lungern und seynen erben und erbnemen. — Auch haben wir beteydingt, ob unnser bruder Marggrave Fridrich der Elter todeshalben abging, und kinder nach Im ließ den vormunder not war, das er dann mage seinen nachgelassen kindern auß seiner oder unnsers bruders Marggraven Fridrichs des lungern lantschaft, oder anderr ausser lands der Margk, wer Im sunst eben, und wie In das nucze beduncket, vormunder seczen nach allem seinem willen und gutduncken, die alsdann nach seinem tode ob des not geschee, sie redlichen gevormundern und vorsteen mochten, alles ungehindert vor unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem lungern seinen erben und erbnemen, doch das der vormunder der Marck zu Branndenburg feyndt nicht sey. — "Wir haben auch berett und beteydingt, und unnsern bruder Marggrave Fridrichen den eitern darczu vermacht, das er alle schulde, die dann von unserm lieben Herrn und vater seligen, und von uns Marggraven Johannsen auff in und unnsern bruder Marggrave Fridrichen den Jungern von der Marck wegen geerbet, verweiset, oder sunst auch von in beyden obgenant oder Irer eynen, von kriegen oder andern Sachen wegen gemacht, wievil der, oder wie die zukummen sein, In der Newen marck, Vker, und lande zu Sternberg, unde auf Ienseyt der Eiben und Havelen und In Iren zuslegen, zu Im genomen, und die selbst, oder sein erben und erbnemen, die auszurichten und zubeczalen zugesaget hat. Also das der schulde, unnser bruder Marggrave Fridrich der Iünger, genczlichen entladen sey, Ausgenomen ettlich schulde, die hernach geschriben steen, die unnser bruder marggraf Fridrich der lunger zu sich genomen hat und außrichten wil. — Und auff das unnser bruder Fridrich der lunger desterbas sich eynrichten und auß schulden kummen müge, so haben wir unnsern genanten bruder Marggrave Fridrichen den Eltern darczu vermüget, der sich auch umb bruderlicher trewe willen, darinnen willig erczeiget hat, das er sulch eegelt und auch ander gelt, das er mit seiner gemahel unnser lieben swester das zweintzigtausent guidein machet in irer beyder bruder und in irer lande nucz und frommen gebracht hat, und daran Im unnser bruder Marggraf Friderich der Iünger widerstattung wol schuldig were, sulcher widerstattung unnsern obgenanten bruder Marggrave Fridrichen den lungern und seinen erben und Erbnemen erlassen, zugegeben, ledig und lose gesagt hat. Auch haben wir beteydingt und gesaczt, ob der obgenant unnser bruder Marggraf Fridrich der lunger, ein eliche gemahel nemen wolde was Im alsdann zu Heymstewer und eegeltr zu sulcher seiner gemahel gegeben oder versprochen würde, und was sie zu im bringet, das alles sol dem genanten unnserm bruder Marggrave Fridrich dem lungern, seinem erben und erbnemen, alleyn bleyben, on alle eynsprach des egenanten unnsers bruders Marggraue Fridrichs des eitern seiner erben und erbnemen, also das sie darczu und darnach kein vorderung haben noch tun sullen, in dheine weise, on alles geverde. Und als wir unnserm bruder Marggraf Fridrichen dem eitern, seinen menlichen leybserben und erbnemen die Newen marck zu Branndenburg mit iren zusteenden orttern, lands und allen andern zugehorungen, wie oben geschriben ist, zugeordent haben, und sulche lannde und nuczung ettwas weyter und besser sein dann die alte Marck zu Branndenburg mit Iren zusteenden orttern lands und iren zugehorungen, wie hernach begriffen ist die wir unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem lungern zugeordent haben sulchs haben wir darumb getan, und umb des besten willen furgenomen das unnser bruder Marggrave Fridrich der Elter sein erben und erbnemen die kure des heyligen Römischen rychs mit irer wirdikeit haben und verwesen mussen und sullen, das in not ist weyter lands und nuczung, dann unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem lungern und seinen erben und erbnemen, von sulcher grosser kostenlicher Haidung und zerung wegen, die dann unnser bruder Marggrave Fridrich der elter sein erben und erbnemen auf sulche kure und wirdikeit in geistlichen und werntlichen Sachen, allenthalben und ausser lands haben und tun mussen und auch sunderlichen darumb, das unnser bruder Marggraf Fridrich der elter sein obgeschriben eegelt übergeben hat, das Im unnser bruder Marggrave Fridrich der lunger an sulchem eegelt kein widerstatung tun bedarff und auch umb deswillen das unnser bruder Marggrave Fridrich der lunger wenn er ein eeliche gemahel nympt, das er sulch sein eegelt alsdann allein behalden sol, und unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem eitern, seinen erben oder erbnemen daran kein widerstatung tun bedarff. Widerumb haben wir obgenanten Fursten Marggrave Johanns und Marggrave Albrecht, berett und beteydingt das unnser obgenanter bruder Marggrave Fridrich der lunger, sein menlich leibserben und erbnemen, die Alten Marck und Priegnitz mit allen iren zuslegen, ortern und diesen nachgeschriben slossen und steten, mit namen Tangermunde, Stendal, die alde stat Saltzwedel die New stat Saltzwedel, Gardlege, Arneborch, Seehusen, Osterborch, Werben, Perleberg, Lentzen, Prietzwalt, Kyritz, Havelberg, Calve, Ketzendorff, Arxsleven, Apenborch, Flechtinge, Tylssen, Aulosen, Langen, Apeldorne, Osterwalt, Crumbeke, Uchtenhagen, Borchstael, Potlist, Wittenberg, Meygenborch, Neuehauß, Freyenstein, Stoffenow Kletzk die Horst, Fredestorff und sunst mit allen slossen, steten, merckten und dorffern, versprechnussen und mit allen andern offen slossern, darczu gehorend, benennet oder unbenennet, mit allen iren zuslegen, geistlichen und werntlichen gerichten und lehnen, mit dem bischove, tumprobst und stifte zu Havelberg, ausgenomen das lendechin zu Bellyn, das zu der Neuen Marck, unnserm bruder marggrave Fridrichen dem eitern und seinen erben gehoret, und furder auch dabey bleyben sol, probsteyen, probst, junck-frauen clöster, mit dem tumprobst techant und stifte zu Stendal ausgenomen die funff pfrunde, die dann obengemeldet und auzgeczogen sind, den probst zu Salczwedel zu unnser lieben frawen den probst und Capell auf dem schlosse Tangermunde, dem probst und stifte zum heiligen geist vor Salczwedel, die compthureye zu Werben, mit den clöstern Distorp, Dambeke, Neuendorff, Creuesen, Arndsee, Heylig grap und Stepenicz, mit dem stifte zu Boister und probstey zu Seehusen, und mit allen andern geistlichen personen, iren geistlichen lehnen und mit allen den iren und iren gütern, mit allen hayden, holzern, wildpenen, gebieten, getwengen, mit dem See zu Preczem, mit allen andern wassern, wayden, mit allen herrlikeyten, freyheiten, gnaden, gerechtikeyten, zollen, mulen, orbeten, mit geboten und verpoten und sunst mit allen andern zugehorungen, uf disseyt der Eiben in der Alten Marck und Priegnicz, und auch auff andern orttern und enden gelegen, sie auch semptlich darczu gepracht, gewunnen, gekauft und die noch darczu gewynnen, kauften, oder bringen, wie die namen hetten, oder haben mochten zu ewigen zyten behalden und geprauchen sullen, alles vor dem genanten unnserm bruder Marggraven Fridrichen den eitern, seinen erben und erbnemen ungehindert und alsdann unnsers bruders Marggrave Fridrichs des eitern schulde, außrichtung und beczalung, in der Neuen Marck, Uker, im lande zu Sternberg, und in andern orttern, auff jenseyt der Elbe und Havelen und in iren zuslegen, vast vil höher und mer sind, dann in der Alten Marck Priegnicz und in in iren zuslegen auff diesseyt der Elbe, die dann unnser bruder Marggrave Fridrich der lunger für sich und sein erben zu im nemen, ußrichten und beczalen stillen. Auch haben wir sunderlichen beret und beteydingt, das unnser obgenanter bruder Marggrave Fridrich der lunger, und sein erben und erbnemen, zu allen andern egenanten schulden, die sie dann in der Alten Marck Priegnicz und auff disseyt der Eiben, und in iren zuslegen schuldig sein niügen, und wie die im auff sein seyten von unnsers lieben vaters seligen unnsers Marggraven Johannsen verweysung und nu auch von pferden, gefencknüssen und von allen andern Sachen und schaden, wie die von unnsern brudern obgenant beyden, oder ir einem gescheen oder zukummen sein, diese hernach geschoben entzliche schulde, auch mit rechter wissen und freyen willen, zu sich genommen, und mit sampt den andern allen beczalen und außrichten sol und wil, nemlichen den graven von Reppin dreitausend und achthundert guldein, Heinrichen von Bygeren achthundert guidein und die renthe, die man im von dreyen jaren schuldig ist, die schulde zu Nurmberg tausend guidein und Hansen von Bredow zwelfhundert guidein. So sol auch unnser obgenanter bruder Marggraff Fridrich der lunger, für sich und sein erben, herren, prelaten mannen und steten, in der Alten Marck und Priegnicze zu sagen, das er in allen und einen yderman, in den obgenanten seynen orttern lands, alle ir brive, gnade, freyheit, privilegia guten gewonheiten und rechtikeyten, die in von unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem eitern und von allen seinen vorfahren Marggraven zu Branndenburg, versigelt, gegeben und begnadet sein worden, unverprochenlichen halden, und sie dabey bleyben lassen wolle, und sie oder die iren nicht verunrechten; inmassen denn das, sein und unnser bruder Marggrave Fridrich der elter obgenant getan hat, und in des sein versigelte brive geben, wer des begeren wirt, on geverde. Wir haben auch berett und beteydingt, das alle sprüche, schulde, clagen und gerechtikeit, die die genanten unnser bruder, von der obgenanten unnsers liben Herren und vaters ordenung, oder wovon sich die bißher auf disen heutigen tage erheben gemacht oder verlauffen haben, nichts ausgeslossen, genczlichen hyngelegt, gesynet und fruntlich bericht sein sullen, so das ir einer gegen dem andern oder seinen erben, noch eyns erben gegen des andern erben, der nymmermer mit gerichte oder on gerichte heymliche oder offenbare, durch sich selbs oder anders ymand anheben oder vordern sol, ongevert. Und auff das die genanten unnser bruder, wir und alle ir und unnser erben, dester fruntlicher und eyntrechtiglich sein und bleyben mugen, als das unnser liber Herre und vater seliger auch geordent, gesatzt und geschaffet hat, so haben wir mit in und sie mit uns gewillet, gelobet, gerett und gevolbortt, das in beyden iren teilen, alle ir slos und stete die ytwedere teyle angevallen sein, ir iglichen und iren menlichen erben und erbnemen, gewartten und offen sein sullen, zu allen iren nöten, kriegen und gescheften, als oft sie des bedurffen, gleicherweis als dem selber, dem die slos und stete, mit ordenung zugevallen sein, on alles geverd. Auch haben wir beteydingt, das die obgenanten unnsere bruder, alle ir erben und erbnemen einer dem andern, als oft des not geschicht, getreulichen und fleissiglichen zu allen iren kriegen, stössen, nöten und gescheften mit ir selbs leyben, mit volk, zuzugen, zugesessen, oder zu teglichem kriege beholffen sein sullen, wie das dem andern allernüczlichst ist, oder im zu denselben, seinen kriegen gehelffen, genuczen und außgetragen mage, ungeverlichen wenn einer des von dem andern ermanet wirt, und als palde der gemanet des andern bruders oder seiner erben landt berurt, und darein mit seinem volk und zeuge kummet, so sol der ander der in umb Hilff gemanet hat, ime und seinem volke, koste und notdurft geben, als lang derselbe kriegk weret. Wer aber sache, das der gemante oder sein volk in sulchen kriegen schaden neme, sulchen allen sol der gemanet selbs tragen und leyden, und darumb kein vorderung gen dem andern haben noch tun, in kein weise. Und wurde in sulchen kriegen icht slos eyns oder mer gewunnen, in welchs genanten Fursten lannde das geschee, und darinn oder außerlands wer gelegen, demselben dem man dann volge tut, sullen sulche slos in des lannde sie legen, oder ausser lands bleyben, uneynsprechlich von dem andern Fursten und seinen erben und erbnemen one alles geverde. Wenn auch beyde obgenanten unser bruder ihr erben oder erbnemen, einer dem andern zu dinste, oder in ir beyder gescheffte und sachen, zu Felde kome, was sie dann gefangen, gewynnen, dieselben gefangen, sollen under in geteylt werden nach Anzal gewappender lute. Es sollen auch der obgenanten unnser bruder keiner noch ire erben, kein slos, statt oder guter auff einen vale nicht verseczen, in dhein weise sundern allczyt, ob es zu einem sulchen körne, ewige losung der Herschafft daran behalden, oder das zu tode und urtete verkauften. Wer auch, das der obgenanten unnser brüder irer einer, welcher das were, oder ihr erben, sloß stete oder güter, wie die genant weren verkauften wolt, dieselben slos, stete oder güter sol er vor des kaufszyle, ein halbsjare dem andern Herrn anpieten. Wölt dann der ander Herre unnser bruder, oder sein erben, sovil gelts als ander leut drumbgeben, so sol er im oder seinen erben, desselben kaufs vor andern lüten gunen. Wenn auch die vorgenant zyt des kauffs vorgangen were, als obgeschriben steet und zu iglicher zeit der ander bruder, zu den slossen, steten oder gütern, er oder sein erben, mit kauff mit gelde als obgeschriben ist, nicht kumen mocht, darnach der ander egeschriben bruder der also verkauften müste, oder sein erben sein slos stat, oder guter, wem er wolt verkauften. Wölt auch ein teyle den andern nicht vorwissen, er verkauft in zu schaden oder zu Unwillen, dasselb sol der do verkauft mit dem rechten beweisen, das ine not darczu dringe, das er verkauften müste, on allerley geverde. Were auch, das der egenant unnser bruder Fridrich und Fridrich eyner abging, und süne einen oder mer hinder im nicht Hesse, oder ob er süne lies, gingen dann dieselben söne auch abe also das sie erben menlichs geslechts hinder in nicht Hessen, so sullen alle des lannde und leute, und alle gütere, wie die genant, oder wo die gelegen sein auf den andern unnsern obgenanten gebliben bruder und sein erben gevallen und erben, die der oder die abgangen gelassen haben, von uns, unseren erben und meniglich ungehindert, unde unnynsprechenlich one alles geverde. Liesse auch derselbe abgangen unnser bruder, töchter hinder im, und nicht söne, so vorgeschriben steet, dieselben töchter sol der genant unnser bliben bruder, oder sein erben, ob er darczu köme, getreulich als sein selbs tochter oder swester beraten und bestaten, on geverde und alle argenlist. Wer auch, das die genanten unnser bruder ir einer oder sie beyde, oder ir erben, tochter gewönnen, und ir einer oder welcher under in, sulche sein tochter eyne oder mer, alle die weyle er noch selbs in leben were, selbs beraten und bestaten wolt, zu der heyligen ee, so sol doch ir einer, seiner töchter einer, zu sulcher eelichen beratung und be-statung uber zweinczig tausent guldein Reinischer landswerung nicht geben, achten noch verschreyben, umb des willen, das die Herschaft dester mynner damit besweret und eintrennkt dörffe werden. Auch welcher der obgenanten unnser bruder einer, oder sie beyde, oder ir erben sein selbs, oder seins abgangen bruder tochter eine oder mer zu der heyligen ee beraten, außgeben und bestaten wurde, der sol von ir und auch von irem elichen gemahel, dem sie gegeben und zugefuget wurde, redlich verczeyhungbrive, mit beswerten insigeln, so oft des not geschicht, vordem und nemen, ee sie elichen beyslaffen on alles geverde. Wer auch das die genant unser bruder Fridrich und Fridrich beyde one menlich leibserben mit tode abgingen, so sullen alsdann die obgeschriben lannde der Marck zu Brandenburg mit sampt der kure und wirdikeit und zugehorungen, auff uns Marggraven Johansen und Marggraven Albrechten und unser menlich leybserben, als uns iczund die lande zu Francken und auff dem birge zugeteylt sind, kummen und gevallen, von meniglich ungehindert. Auch sol es desgleichen in obgeschribner maße mit den feilen der lande zu Franken, und auff den birge also auch gehalden werden. Und auff das sullen und wollen die obgenanten unnser bruder Fridrich und Fridrich und wir Iohans und Albrecht, alle Marggraven zu Brandenburg etc. alle ir und unnser menliche leibserben, welch dann zu zeiten in leben sein, alle ire und unnser lannde, Herlikeit, güter, wiltpen, gleit, zolle, gerichtpan, und anders semptlichen zu lehen empfahen von dem ryche oder von weme die zu lehen ruren, und in ungesundertten lehnen siczen und bleyben doch das es mit den feilen, zwischen den genanten unsern brudern und iren erben gehalden werde, wie obgeschriben steet, on alles geverd. Auch sullen die obgenanten unnser bruder und wir, ir und unnser erben, ein iglicher sich schreyben Marggrave zu Branndenburg und Burggrave zu Nuremberg, und auch die wapen von den lannden, in Schilden, helmen, panern und insigeln seczen, furen und geprauchen. Und welcher zu zeiten die kure hat, der sol sich einen kurfursten und des heiligen Romischen rychs erczkamrer schreyben, und die genanten unnsere bruder Fridrich und Fridrich und wir Iohans und Albrecht, sullen noch wollen mit nymants keynerley püntnusse eyngeen, es sein dann die andern bruder und ir erben darinn auch begriffen, wolten aber sulche in sulcher püntnusse nicht sein, welcher sich dann verpindet, der sol in sulcher pündnusse allczyt, die andern sein brüder, ir erben lannd und leute außnemen, wider die nicht zu sein, zu tun noch zu helffen, in kein weise, on geverde. Auch sol der egenanten unnser brüder keiner, keinen grossen namhaftigen kriegk noch mercklich sache nicht anfahen noch machen, on rate und wissen des andern seynes bruders, es wer dann, das ir einer zu kriegen genotigt wurde, so mage er sich weren und aufhalden nach seiner notdurft, darczu im dann der ander sein bruder in obgeschribner masse helffen sol, on Widerrede und ongeverd. Es sullen auch die egenanten unnser bruder und ire erben zu fehden und kriegen nicht kummen und ob sie nu zu spennen und zu zwitracht körnen, so sol ir iglicher zwen seiner rete darczu geben und orden und die allczeit so ofte des not geschicht, gen Rathenaw zu tagen schicken; und mochten sich die vier nicht geeynen, so sol und mage iglicher unnser obgenanten bruder, und ir erben einen oberman, auß des andern unnsers bruders oder seiner erben rate kiesen und nemen, und was dann die fünff oder der merer teyle under in umb sulche ire spenne und zwitracht nach clage und antwortt im rechten erfinden und erkennen ob sie sich sunst gütlich nicht vertragen mügen, darbey sol es alsdann bleyben, und von in und iren erben in obgeschribner maße also gehalden werden, umb des willen das sie icht zu beydersyt zu zwitracht angreiffung und beschedigung kummen bedurffen, on geverd. Auch ob der obgenanten unnser bruder eyns ritter oder knechte, mane oder undertan geistlich oder werntlich, bynnen lannds oder ausser lannds gesessen, zu dem andern Herrn, oder zu seinen rittern knechten oder undertanen geistlichen oder werntlichen personen, zu sprechen gewunnen, so sullen sich ritter, knechte und mann, von dem andern Herrn und seinen rittern, knechten und mannen, vor desselben Herrn erbern reten, an rechte benügen lassen. Wer es aber gegen seinen undertanen purger oder paur oder geistlichen personen, von den sol man sich an rechte benugen lassen, an den steten und in den gerichten, darinn ein iderman gesessen ist und die geistlichen do sie des pillich sein, und sulchs nicht ferrer zihen, noch zu keynem Unwillen oder feintschaft darumb zu kommen in kein weise. Wer es aber gegen eyner gemeynen stat, von der sol man sich an rechte genugen lassen vor irem Herren und seinen erbern reten, und uber sulch obgeschriben auftrege sol kein Herre des andern Herrn undertan, noch geistlich oder werntlich, im lannde oder ausser lands gesessen, nicht vergewaldigen oder verunrechten on alles geverde. Auch haben wir beret, das unnser obgenante brüder oder ir erben, ir keiner dem andern nach seinen slossen, steten, landen oder luten nicht stellen, oder in keinem geverde, oder wider des andern willen, und im zu schaden die nicht eynnemen sol sunder es sol ir iglicher des andern lande, leute und gute, getreulichen und fleissiglichen schuczen, schirmen und hanthaben als sein eigen lande lute und gute, so oft des not geschieht on alles geverde. Auch sullen die ege-nanten unser bruder und ir erben aneynander getreulichen und fleissiglichen fürdern und ir einer den andern nicht hindern, weder mit wortten noch mit wercken, heymlich noch offenbar, sunder ob ir einem icht aufersteen wölt, darzu sol ir einer dem andern getreulichen beholffen geraten und furderlichen sein, gleicherweise als ob es im selbs zusteen solte, on geverd. Auch ob sich das mecht, wie das körne, das die obgenanten unser brüder, ymands, wer der wer, von iren obgeschriben landen und Furstenthumme, oder allen andern iren landen und luten, wo sie die itzunt haben, oder furder gewynnen mugen, oder von iren gerechtikeyten, wirden und innhabenden gutern, dringen oder notigen wölt, darczu sullen sie alle ir erben und erbnemen aneynander mit ganczen treuen beholffen, beystendig und und geraten sein, das ihr iglicher dabey bleybe, on alles geverde. Auch umb alle lehenpucher, register und schuldpucher, die sol man alle abschreyben, und iglichem Herrn der ein abschrift geben, das ein iglicher dabey bleybe, das im zugehort. Auch sullen alle gemein brive zu den landen der Marck gehorend, zu Brandenburg, auff der borgk, oder wor unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem eitern, das aller ebenst und beqwemst beduncket sein und bleyben, zu ewigen zyten, doch das man dem andern Herrn der alten Marcke der vidimus gebe, under des rychs Hofgericht Insigel, oder sunst under bewertten Insigeln. Wer aber, das der Herre der alten Marck oder sein erben, sulcher brive zu irer notdurft geprauchen wolten so sol in der Herre der Neuenmarck sulch brive allczyt zu irer notdurft leyhen und schicken, doch wenn er oder sein erben die genuczt haben, so sullen sie dieselben brive zustund wider in die beheltnüsse darauß man sie genomen hat schicken und antwortten unvorczogenlichen one alles geverde. Und was besunder brive zu iglichs landen gehoren, die sol und mage ir iglicher selbs behalden nach seiner notdurft und besten, wie in gut beduncket. Auch sol alles Heyligthum und die gefeße von golde, silber und anderm, darein das Heyligthum mit zirheit gemacht, und itzunt auff den slosse und stifte zu Tangermunde ist, und hinfur darauff kome, oder gemachet wurde, auch alle meßgewant, pücher und ander Zirheit götlichs dinsts daselbst nu auff dem schlosse und stifte zu Tangermunde und beheltnüsse ewiglichen bleyben, unverrücket und unverseret, der Herschaft und den lannden zu eren und zu wyrde, und sol in allen gemein sein, on alles geverde. Auch sol unnserm bruder Marggrave Fridrichen dem eitern die lantbete in der Neuen Marck und in iren obgeschriben zuslegen und desgleichen unserm bruder Marggrave Fridrichen dem lungern die landtbete in der alten Marck und Priegnitz, so in die am nechsten ist, zugesagt, und die in hinfurbas zugesagt werden, ausnemen, einer von dem andern ungehindert. Es sullen auch die ob genanten unser bruder Fridrich und Fridrich siczen und bleyben in sulcher Huldung mit allen iren landen und luten als sie bißher getan und gesessen haben, ongeverd. Auch sullen die obgenanten unnser bruder und ir erben und erbnemen einer dem andern quittbrive nach redlichkeit und notdurftikeit zu orbeten oder zu andern Sachen geben. Was auch iglicher unnser obgenanten bruder oder ir erben oder erbnemen, nach dieser Satzung und ordenung schulde machen wirdet, die sullen dem andern unnsern bruder und seinen erben unschedlichen sein, und der sie machet, er oder sein erben sol die selbs beczalen und ausrichten ongeverd. Ob auch der obgenanten unnser bruder einer oder sie beyde oder ir erben zu iren lannden die in also zugeordent sein, ichts kauffen, gewynnen oder sunst zu sich bringen wurden, dieselben gewunnen, gekauften und zugebrachten slos, stete, lande oder was das were, sullen dem Herrn, der sie also zu im gepracht hat, und seinem leibserben und erbnemen, bleyben ungehindert von dem andern bruder und seinen erben, gentzlichen on alle ansprach und on alle verkummernusse. Es sullen auch unnser obgenanten bruder ir keiner noch ire erben, kein lehenguter, keynen geistlichen, edeln luten, oder purgern noch andern nicht vereygen on willen und wissen des andern unnsers bruders oder seiner erben on alles geverde. Wer auch, das derselben unnser bruder eyner oder ir erben, welcher der were, eyncherley geschefte oder gemechte tun würde, die die obengeschriben geschefte, gemechte oder ordenung eyns oder mer in eyngerley weise verrucken oder gekrencken mochten dieselben nachgetan geschefte sullen kein macht noch kraft haben noch gewynnen, weder mit gerichte noch on gerichte, geistlichen noch werntlichen in kein weise, sundern dise obgeschriben geschefte, ordenung, gemechte und verpundnüsse, sullen in iren mechten und kreften vestiglichen besteen und bleyben, als sie in disem brive begriffen sein und geschriben steen on alles geverd. Auch haben wir berett, und beteydingt, das die teylung, ordenung und saczung, die dann der obgenant unnser lieber Herre und vater Marggrave Fridrich seliger zwischen den obgenanten unsern brudern Marggrave Fridrichen dem eiteren und Marggrave Fridrichen dem lungern gesatzt, getan und verschriben hat, gantz abgetan sulle sein und furder, von in iren erben und erbnemen nicht fürgeczogen noch geprauchet sol werden, in kein weise, sunder es sol nu furder bey der obgeschrieben saczung und ordenung bleyben, die wir dann zwischen den obgenanten unnsern brudern, iren erben und erbnemen in disem brive gesaczt, beteydingt und verschriben haben, on alles geverd. Und des alles wie obengeschrieben steet und begriffen ist, zu einem waren Urkunde, haben wir obgenanten Marg Grave Johans und Marg Grave Albrecht als teydingsleute unnser Insiegele wissentlichen an disen brive hencken lassen. Geben zu Mulhausen, nach Cristi gepurt viertzehenhundert jare, und darnach im sybenundvierczigisten jare, am Sonnabend nach des heyligen creucztage erhöhung. (Or.-Perg. mit zwei anhäng. Siegeln im Kgl. Hausarchiv zu Berlin. Abgedruckt bei Gundlinga. a. 0. Anl. NN. Desgl. in Oelrichs Beiträgen S. 133 ff.) VIII. Theilung, Ordnung, Satzung, Vertrag, Einigung d. d. Köln an der Spree am Tage St. Matthiä (24. Februar) 1473.(Aus dem königlichen Hausarchive.) Wir Albrecht von gots gnaden, Marggrave zu Branndemburg, des heiligen Romischen Reichs Ertzcamrer und Curfurste, zu Stettin, Pomern der Cassuben und Wenden Hertzoge, Burggrave zu Nuremberg und Furste zu Rügen etc. Bekennen und thun kunt offennlich mit diesem brive vor allermeniglich die in sehen, oder horen lesen, Seyemaln Wir durch die gnad nnd zugabe des almechtigen gots, zu der wirde und höhe des Curfurstenthumbs der Marck zu Brandemburg, und auch zu denselben, und andern unnsern Lannden und Herschafften, die wir haben, kommen sind bey den sich unnser lieb Brüder, und wir, seint unnsers lieben Herrn und vaters seliger und loblicher Gedechtnies tode, als löblich Curfursten und Fursten des heiligen reichs bey und neben einander in solcher brüderlicher treu, lieb und eynigkeit dermaß gehalten haben, das dieselben unnser Curfurstenthumb, Lannd und Leute mit der hilff gotes, und auch durch solchs in erber fürstenlicher regirung und gutem wesen mit merung und auffung, auch glückseligem zunemen derselben unnser Lannd und Leut also gehalten sind, das wir der gütlichen Maiestat billich der und aller gnaden, uns barmhercziglich mitgeteilt, lob, ern und danck sagen, zusambt dem, das wir dabey auch möglich vor augen halten, zu hertzen nemen, und betrachten sollen, die grossen treu und lieb, so der obgenant unnser lieber Herr und vater seliger, zu unnsern lieben brüdern und uns, als seinen Sönen, auch den obgedachten seinen Curfürstenthumen, fürstenthümen, lannden und leuten gehabt, und uns bey seinem leben geaynet, und in fruntlich und brüderlich vertracht gesatzt hat nach laut den brive und verschreibung, von seiner lieb darumb gemacht und außgegangen, wie es nach seinem tode, zwischen unnser gehalten werden, und beyeinander sitzen sollen etc. des sich dann dieselben unnser lieb brüder und wir, bis in Iren tode also gegeneinander gehalten und größlich empfunden haben, das uns allen und unnseryeds landen und leuten mercklicher nutz und fromen davon erwachsen und komen ist, besunder gegen den mercklichen, swe-ren, geswinden, und grossen ansetzen, die denselben unsern lieben brüdern seligen und uns, seint unsers lieben herrn vaters tode zu manigfeltig weiß, bey unnsern regirenden zeiten, zugestanden, begegent und erczeigt sind, und der sich unnser yeder, mit gotes und des anndern, auch seiner lannd, leut und der seinen trost und hilff, die wir allwegen auß brüderlicher lieb und treu, auch der hohen guten und vleissigen betrachtung nach die der obgnant unnser lieber herr und vater uns allen und den lannden zugut, durch das fürnemen zwischen unnser aller seinen Sönen wie obgemelt ist, gehabt hat hertzenlich und getreulich aneinander erczeiget und bewisen, also uffgehalten haben, das wir bißher dadurch bey unnsern landen und leuten bliben, die dadurch gemeret und nicht gemyndert sind, das alles angesehen und auch, dieweil wir nu derselben unnserr Curfürstenthumb und fürstenthumb lannd und leut, einiger regirer, und fürste sind, und uns der almechtig got, von seiner götlichen miltigkeit mit Sönen, die noch in leben sein, begabet und begnadet hat, sein wir nit mit kleiner sorgfeltigkeitt fürdrechtig, sie bey unnserm leben nach unnserm hochsten und besten verstentnus auch zuversorgen, und fürzunemen, wie es, dieweyl wir leben und nach unnserm tode mit denselben unnsern Sönen und kinden, die wir itzund haben, und hirnach überkomen mochten, und auch mit den furstenthumen und lannden, die wir nach unnserm tode lassen, besteen und gehalten werden sol, zu unnserm auch Irem und derselben lannd nutz fromen und besten, als wir uns des dann denselben unnsern kinden, auch der herschaft und den lannden schuldig zusein erkennen. Und nachdem wir aus dem eegedachten unnsers lieben herrn und vaters seligen guten, löblichen, nützlichen und woldinenden fürnemen empfintlich worden sind, was uns gebrüdern, seinen Sönen und den lannden nutz und guts dorauß entstanden ist, So haben wir denselben seinen fußstapffen nach zuvolgen, mit willen, wissen, und volwort der hochgebornen fursten unnser lieben Söne herrn Johannsen und herrn Fridrichs, als der eltsten, durch besserung, frides, nutz, aufnemens und merung willen, Ir selbst, auch unnser und Irer land leut und güter geordent, gemacht und gesatzt, ordnen, machen, setzen, und wöllen, auch mit und in kraft ditz briefs, das es zwischen den obgenantn unnsern Sönen und kinden die wir itzund haben, und hirnach überkomen mogen, sol gehalten werden, wie hernach eigentlich von wort zu wort, in disem brive begriffen und geschriben stet, als dann die obgenantn unnsere Sone, Marggrave Johanns und Marggrave Fridrich solcher unnser Ordnung und Satzung mit rechter willeküre und freyem gutem willen, eingegangen und die also, und wie hernach geschriben stet, für sich und ire erben, stete, veste und unverbröchenlich zu halten zugesagt und mit hantgebenden treuen an rechter gesworener eid stat, gerett, gelobt und versprochen haben, So haben wir und auch die hochgeborn furstin unnser liebe gemahel Frau Anna Marggrefin zu Brandemburg etc. mitsambt den obgnantn unnsern zweyen eltsten Sönen, Marggraf Johannsen und Marggrave Fridrichen, uns der anndern unnser Sone Irer bruder, die wir itzund haben, auch der kinder so Wir noch künfftiglich überkomen mögen, gemechtiget, dise unnser teylung, Ordnung Satzung, verdracht und eynung getreulich zuhalten, wie hernach eigentlich geschriben stet: Zum ersten, so ordnen, setzen und wöllen wir, das nach unnserm tode, den der almechtig got, nach seinem götlichen willen, zu der sele Seligkeit lang zuverhüten, gerüch, unnserm eltsten Sone Marggrave Johannsen, und seinen menlichen elichen erben, ob er die gewynnen, und nach seinem Abgang hinder Im verlassen würde, die Marck zu Brandemburg, mit allen Iren Lannden, Leuten Slossen, Steten, Wiltpennen, Zöllen, gleiten, gerichten, manschaften, Lehenschafftn, obrikeiten, freiheitn, gerechtigkeiten, und allen anndern zugehorungen, geistlichen und werntlichen nach laut unnsers lieben herrn und vaters seligen teilbrief und clarczu auch alle die lannd Stete, und Sloß, mit Ir aller und ydes eren, wirden, nützen, rentten, pechten, zinsen, gülten, herlichkeiten und zugehorungn die seint unnsers lieben herrn vaters teilung, zwischn unsern brüdern seligen und uns gescheen (1), Zu der Marck zu Brandemburg komen und bracht sind, das ein teil sein und demselben unnserm Sone Marggrave Johannsen, als dem eltsten, und seinen menlichen elichen erben volgen und zusteen sol, So sol das lannd zu Francken mit allen seinen Slossen, Steten, Manschaften, Lehenschafftn, Wildpennen, Zöllen, gleiten, gerichten, obrigkeitn, gerechtigkeitn, herlichkeiten und aller ander zugehorung, geistlicher und werntlicher wie wir das nach Innhalt unsers lieben herrn und vaters teilungbrive inngehabt haben, und darczu die herschaft Brauneck mit der Stat Creglingen, und allen andern obrikeiten, gerechtigkeiten, lehen, mannschefften zu- und eingehorungen, wie wir das dann seint unnsers vaters seligen teilung, zu der gemelten herschaften gehörig, erkaufft haben, mit sambt der Stat Kitzingen, alles und yedes mit seinen eren, wirden, nützen, renten, zinsen, und gülten, an weinen und anderm wie man es dann vormals gehabt und genomen hat, und aller ander herlichkeit, gerechtig-keit und zugehorung, auch dem guldein Zoll zu Francken, den lehen zu Österreich und am Reine, der annder teil sein, und das Lanndt uff dem gebirge und in der Voytlannd, mit den andern zugeslagen stucken unter dem gepirge und allen und iglichen, seinen Steten, Slossen lehenschefften, manscheften und zugehörungen, geistlichen und werntlichen, auch mit allen eren, wirden, nützen, rentten, zinsen, gülten, wiltpennen, zollen, gleiten, gerichten, herlichkeiten, obrikeiten, und gerechtigkeitn, als dann solchs alles und yedes unnser lieber bruder, Marggrave Johanns seliger, nach ausweisung der versiegelten teilbrive von unnsern vater seligen darüber ausgegangn, inngehabt hat, sol der Dritt teil sein, und die bede itzgenantn lannd zu Francken und uff dem gebirge, söllen zwischen den anndern unnsern zweyen Sönen, Marggrave Fridrichen und Marggrave Sigmunden, oder Ir yedes menlichen elichen erben, ob sie davor abgangen wern, und die hinter In verliessen, nach unnserm tod uff ein loß geteilet werden, und welchs Ir yedem durch das loß zuteilet, sol er fur seinen teil annemen, innhaben und behalten, one allerley einrede oder widerwertigkeit. Doch so sollen alle Berckwerck, die man in beiden landen zu Francken, und uff dem gebirge itzund hat, oder hinfür gefunden wurdn, auch das keiserlich Lanntgericht zu Nuremberg den zweyen unnsern Sönen, die dieselben zwen teil zu Francken und uff dem gebirge haben werden, und Iren menlichen elichen erben gleich zusteen, uff das sie dieselben Ir land und leut desterbas gehalten, Hanthaben schützen und schirmen mogen. Sich sollen auch die gnantn unnser Söne alle und Ire erben bey unnserm leben, und nach unserm tode, eins tittels gebrauchen und schreiben, und Helm und schilt gleich füren. Aber nach unnserm tode, den got lang vorhüte, sol unnser Sone Marggrave Johanns, als der Curfürste oder ob er mit tod abgieng, do der allmechtig got lang vor sey, sein eltster leiplicher elicher Son, ob er den einen oder mer hinter Ime verließ, oder ob er on menlich elich erben stürbe, der auß den andern unsern Sön |