Übersicht über die Reichsstände

G. Oestreich und E. Holzer: 'Übersicht über die Reichsstände'.  in Bruno Gebhardt: Handbuch der Deutschen Geschichte. 9. Auflage, Bd. 2. Ernst Ketler Verlag, Stuttgart. 1973.  pp. 769-784.


I. Die Reichsstände nach der Matrikel von 1521 mit vergleichenden Angaben für 1755

Vorbemerkung: Die Reichsmatrikel von 1521 ist gedruckt in: Deutsche Reichstagsakten J R 2 (1896), Nr. 56, S. 424-442 und bei K. ZEUMER, Quellensammlung zur Geschichte der deutschen Reichsverfassung (1913), Nr. 181, S. 313—317. Die Numerierung innerhalb der Ständegruppen ist hier vom Bearbeiter hinzugefügt. Mit + oder — wird vermerkt, welche Stände noch enthalten sind oder fehlen in der offiziös informierten Zusammenstellung von Christian August Beck für Erzherzog Joseph 1755, gedruckt in: Recht und Verfassung des Reiches in der Zeit Maria Theresias, hg. v. H. CONRAD (1964), S. 530-537. Die Angaben über Veränderungen zwischen 1521 und 1755 beruhen vornehmlich auf Joh. Heinr. ZEDLER, Großes Universallexikon (Halle u. Leipzig 1732—1754), auf Joh. Jac. MOSER, Von denen Teutschen Reichs-Ständen, der Reichsritterschaft, auch denen übrigen unmittelbaren Reichsgliedern (Frankfurt/M. 1767 = [Neues] Teutsches Staatsrecht, Bd. 4), auf Joh.Steph. PUTTER, Institutiones iuris publici (Göttingen 1792), §§ 83—104, und ders., Historische Entwicklung der heutigen Staatsverfassung des Teutschen Reiches (3 Bde. Göttingen 1786—1787). Vgl. auch die Übersicht über die Reichsteile (1521 und 1792) bei A. TILLE, 'Die deutschen Territorien' in: Gebhardt, Handbuch der deutschen Geschichte  (1931) Bd. 2, S. 194 ff. — Eine spezifizierte Übersicht mit kritischen Einzelnachweisen soll gesondert erscheinen.

Kurfürsten

Lfd. Nr.

1521

1755

Bemerkungen

1

Mainz

+

2

Trier



3

Köln

+

4

Böhmen

+

1708 voll readmittiert

5

Pfalz

+

6

Sachsen

+

7

Brandenburg

+

Bis 1755 neu

8

Bayern

>

1623/1648

9

Hannover (Kur-Braunschweig)

>

1692/1708

Fürsten



a) Erzbischöfe

1

Magdeburg

+

Weltl. (Brandenburg)

2

Salzburg

+

3

Besançon

+

4

Bremen mit der Stadt

+

Weltl. (1648 Schweden, 1719 Hann.); vgl. Reichsstädte Nr. 86



b) Bischöfe

5

Bamberg

+

6

Würzburg

+

7

Worms

+

8

Speyer

+

9

Straßburg

+

10

Eichstädt

+

11

Augsburg

+

12

Konstanz

+

13

Hildesheim

+

14

Paderborn

+

15

Chur

+

Territorium 1648 eidgenössisch; Bischof Reichsstand ohne unmittelbares Land

16

Halberstadt

+

Weltl. (Brandenburg)

17

Verden

+

Weltl. (Schweden, 1719 Hannover)

18

Münster

+

19

Osnabrück

+

20

Passau

+

21

Freising

+

22

Chiemsee

Landsässig (Salzburg)

23

Gurk

Landsässig (Österreich)

24

Seckau

Landsässig (Österreich)

25

Lavant

Landsässig (Österreich)

26

Basel

+

27

Wallis (Sitten)

Eidgenössisch

28

Regensburg

+

29

Meißen

Kursächsisch

30

Naumburg

Kursächsisch

31

Minden

+

Weltl. (Brandenburg)

32

Lübeck

+

Mit evang. Bischöfen aus dem Hause Holstein-Gottorp

33

Utrecht

Von Spanien eximiert, später niederländisch

34

Kammin

+

Weltl. (1648 Brandenburg)

35

Schwerin

+

Weltl. (Mecklenburg)

36

Genf

Eidgenössisch

37

Cambrai

1678 französisch

38

Verdun

1552 französisch

39

Lausanne

Eidgenössisch

40

Metz

1552 französisch

41

Toul

1552 französisch

42

Lüttich

+

43

Trient

+

44

Brixen

+

45

Merseburg

Kursächsisch

46

Lebus

Landsässig (Brandenburg), 1598 aufgehoben

47

Brandenburg

Landsässig (Brandenburg), 1544 aufgehoben

48

Ratzeburg

+

Weltl. (1648 Mecklenburg-Schwerin, 1701 Mecklenburg-Strelitz)

49

Schleswig

Laut Urteil des Reichskammergerichts irrtümlich in die Reichsmatr. aufgenommen, gehörte zu Dänemark

50

Havelberg

Landsässig (Brandenburg), 1548 aufgehoben



c) Weltliche Fürsten

51

König von Danemark für die zum Reich gehörenden Länder

+

Haus Oldenburg: Holstein; s. auch Grafen Nr. 93

52

Bayern (mehrere Linien)

+

Seit 1623 auch Kurfürstenrat

53

Österreich

+

54

Burgund

+

55

Sachsen

+

56

Jülich und Berg

Stimmen ruhten wegen Streites zwischen Kursachsen, Kurbrandenburg und Pfalz-Neuburg

57

Kleve und Mark

58

Brandenburg (fränk. Linie)

+

59

Braunschweig (versch. Linien)

+

1692 auch Kurfürstenrat

60

Pommern

+

Vorpommern: Schweden, Hinterpommern: Brandenburg

61

Mecklenburg

+

62

Lauenburg

+

1689 Braunschweig-Lüneburg

63

Holstein

+

Holstein-Gottorp

64

Lothringen

1735/1766 französisch; s. Nr. 88

65

Hessen

+

66

Württemberg

+

67

Baden (verschiedene Linien)

+

68

Nota:
Des Herzogtums Geldern zu gedenken


1543 Burgund; nördl. Teil später niederländisch, südl. Teil spanisch, 1713 preußisch

69

Leuchtenberg

+

1648/1717 Bayern

70

Anhalt

+

71

Henneberg

+


d) Welsche Fürsten


72

Herzog von der Maas

Vermutlich Herzogtum Bar, 1431 Lothringen

73

Savoyen

+

74

Chalon (sur Saône)

1237 Burgund


Bis 1755 neu


a) Geistliche Fürsten

75

Hoch- und Deutschmeister

>

1529; s. Prälaten Nr. 9

76

Fulda

>

16. Jh.(?), 1752 Bistum, s. Prälaten Nr. 1

77

Kempten

>

1524; s. Prälaten Nr. 3

78

Ellwangen

>

s. Prälaten Nr. 8

79

Murbach

>

s. Prälaten Nr. 14

80

Lüders >

81

Johannitermeister

>

1546; s. Prälaten Nr. 10

82

Berchtesgaden

>

1559; s. Prälaten Nr. 57

83

Weißenburg

>

s. Prälaten Nr. 5

84

Prüm

>

s. Prälaten Nr. 64

85

Stablo

>

s. Prälaten Nr. 42

86

Corvey

>

spätestens 1582; s. Prälaten Nr. 20



b) Weltliche Fürsten

87

Hersfeld

>

Hessen-Kassel; s. Prälaten Nr. 2

88

Nomeny

>

Lothringen; Territorium französisch, Stimme 1736 für das Haus L. eingeführt als Entschädigung für den Verlust Lothringens

89

Mömpelgard

>

Württemberg, seit 1559

90

Arem(n)berg

>

Seit Maximilian II.

91

Hohenzollern

>

1653; s. Grafen Nr. 21

92

Eggenberg

>

1653, 1717 erloschen

93

Lobkowitz

>

1653

94

Salm

>

1654 ;s. Grafen Nr. 114

95

Dietrichstein

>

1686; S. Grafen Nr. 144; Land unter österr. Landeshoheit, nur Tarasp für unmittelbar erklärt

96

Nassau (2 Linien)

>

1654; s. Grafen Nr. 40-44

97

Auersberg

>

1654; Land unter österr. Landeshoheit, nur Tengen (Vorderösterreich) für unmittelbar erklärt; s. Grafen Nr. 67

98

Ostfriesland

>

1667; S. Grafen Nr. 90/91

99

Fürstenberg

>

1667; s. Grafen Nr. 7

100

Schwarzenberg

>

1670; s. Grafen Nr. 34

101

Liechtenstein

>

1723; s. auch Grafen Nr. 148

102

Thurn und Taxis

>

1754, Herrschaft Eglingen; s. Grafen Nr. 153

103

Schwarzburg

>

1754; s. Grafen Nr. 80—82



Prälaten



a) Abte und Pröpste

1

Fulda

Reichsfürstenrat, seit 1752 Bistum

2

Hersfeld

1606/48 säkularisiert, weltl. Fürstentum des Hauses Kassel

3

Kempten

1524 Reichsfürstenrat

4

Reichenau

Dem Hochstift Konstanz inkorporiert, verlor nach 1548 Reichsstandschaft

5

Weißenburg

Reichsfürstenrat

6

St. Gallen

Eidgenössisch

7

Saalfeld

Von Mansfeld säkularisiert, später

8

Ellwangen

sächsisch Reichsfürstenrat

9

Deutschmeister

1529 Reichsfürstenrat

10

Johannitermeister

1546 Reichsfürstenrat

11

Weingarten

+

12

Salmannsweiler

+

13

Kreuzlingen

Eidgenössisch

14

Murbach

Reichsfürstenrat. Seit 1648 faktisch franz., aber jurist. noch Reichsstand, unt. d. Reichsfürsten aufgerufen. Mit Murbach verbunden war Lüders.

15

Walkenried

Säkularisiert, später an Braunschweig-Wolfenbüttel

16

Schottern

Im 15. Jh. von Österreich landsässig gemacht

17

Weißenau

+

18

St. Blasien

Im 15. Jh. von Österreich landsässig gemacht; s. auch Grafen Nr. 151

19

Maulbronn

Von Württemberg säkularisiert

20

Corvey

Spätestens 1582 Reichsfürstenrat

21

Schussenried

+

22

Beckenried

Eidgenössisch

23

Riddagshausen

Seit 1567 Landstand (Braunschweig-Wolfenbüttel)

24

Stein am Rhein

Eidgenössisch

25

Schaffhausen

Von der Stadt eingezogen, dann eidgenössisch

26

Waldsassen (Opf.)

Von Kurpfalz, später Bayern eximiert

27

Einsiedeln

Eidgenössisch

28

Roggenburg

+

29

Ochsenhausen +

30

Selz

Von Kurpfalz in der Reformationszeit eingezogen

31

St. Ägidien zu Nürnberg

Von der Stadt eximiert, was 1567 durch ein RKG-Urteil gebilligt wurde, da der Fiskal keine Dokumente über die Reichsstandschaft vorlegen konnte Im 16. Jh. von Kurtrier eximiert, konnte im 17. Jh. sporadisch Reichsstandschaft wahrnehmen

32

St. Maxirain

33

Hynoltshusen (nach Tille: Honnecourt bei Cambrai)


Moser, S. 779: »Honolzhausen«: »ist nicht zu erfragen«. Honnecourt: französisch

34

Rechenhausen (Recklinghausen)

Abtei Essen übte Landeshoheit aus

35

St. Johann im Turital (Kanton St. Gallen)

Eidgenössisch

36

Gengenbach

+

37

Königsbronn

Von Württemberg säkularisiert

38

Roth = Nr. 59 (Münchenroth) oder: Roth in Bayern

+

Falls 38 = 59 Vom Fiskal als unmittelbar angesehen, aber günstiges Urteil für Bayern

39

Marchtal

+

40

St. Peter im Schwarzwald

Von Österreich zu breisgauischem Landstand gemacht

41

Odenheim

+

42

Stablo

Reichsfürstenrat

43

Dissentis

Eidgenössisch

44

Rockenhausen (nach Tille: bei Kaiserslautern)

Moser, S. 780: Soll bei Schaffhausen liegen; »man sucht es aber vergeblich. Zedler (Bd. 32, Sp. 200): R. bei Kaiserslautern, Abtei nicht erwähnt. Hdb. d. hist. St. erwähnt Abtei ebenfalls nicht

45

Kitzingen

Moser: nicht erwähnt. Zedler (15, 845—849): würzburgisch, Reichsstandschaft nicht erwähnt

46

Elchingen

+

47

Irrsee

+

48

Blankenburg

Moser, S. 777: Soll in Lothr. sein, französisch (vgl. Blankenberg, Grafen Nr. 130). Nach Tille in Oldenburg; nach Zedler (4, 35) war in B. bei Oldenburg eine Frauenabtei, Reichsstandschaft abernicht erwähnt

49

Isny

+

50

Pfäffers

Eidgenössisch

51

St. Johann

Moser: nicht erwähnt. Nach Tille im Elsaß. Zedler (14, 1061) erwähnt kein Kloster St. J. im Elsaß, wohl aber ein weiteres (außer Nr. 35) in der Schweiz im Kanton Bern = St. Johannis-Insel. Reichsstandschaft nicht erwähnt

52

Petershausen zu Konstanz

+

53

Brunnen (Landstraß in Krain)

über Reichsstandschaft nichts auszumachen

54

Comburg

Von Württemberg eximiert, 1587 durch RKG-Urteil gebilligt

55

Kaisersheim

+

56

St. Emmeram

+

57

Berchtesgaden

1559 Reichsfürstenrat

58

Münster im St. Gregoriental

Französisch

59

Münchenroth

+

60

Kornelimünster

+

61

Werden

+

62

Herrnalb

Von Württemberg säkularisiert

63

Urspring (Ursberg)

+

64

Prüm

Reichsfürstenrat

65

Echtemach

Von Burgund (Österreich) eximiert

65bis
Buxheim




b) Äbtissinnen

66

Quedlinburg

+

67

Essen

+

68

Herford

+

69

Niedermünster

+

70

Thorn (Maas)

+

71

Obermünster

+

72

Kaufungen

Landsässig in Hessen-Kassel

73

Lindau

+

Moser, S. 748: Das Stift hat mit den Kollegien der Reichsprälaten nichts zu tun. Matrikel 1755 also falsch

74

Gernrode

+

Stimme von Anhalt geführt

75

Buchau

+

76

Rottenmünster

+

77

Heggbach

+

78

Gutenzeil

+

79

Baindt

+


c) Balleien des Deutschen Ordens

80

Koblenz

+

81

Elsaß und Burgund



82

Österreich

 Von Österreich zu Landstand gemacht

83

An der Etsch      



Bis 1755 neu

84

Wettenhausen

>

Im 16. Jh. noch Glied der schwäbischen Reichsritterschaft

85

Zwiefalten

>

Von Württemberg bis 1750 als Landstand behandelt; nach Vergleich Aufnahme ins Prälatenkollegium

86

St. Ulrich und Afra in Augsburg

>

Bis 1644 wegen Streit um Reichsstandschaft mit dem Bt. Augsburg Reichsstandschaft nicht wahrgenommen

87

Bur(t)scheid

>

Moser, S. 742: Ist Reichsstand, steht aber in keiner Matrikel; gehört keinem Reichskreis an

88

Gandersheim

>

Keine reichsunmittelbaren Güter. Braunschweig-W. hat bis 1709 Landeshoheit behauptet, beanspruchte sie weiter

88bis
Buxheim
>
Siehe Köbler 1999, S. 101


Bis 1792 neu

89

Neresheim

>>

Prozeß um Reichsstandschaft mit Öttingen bis nach 1760

90

Söflingen

>>

Moser, S. 1483, weißt nicht, ob S. Reichsstand ist



Grafen und Herren

1

Helfenstein

+

Seit 1643/1753 von Bayern vertreten

2

Kirchberg

+

Seit 1530 Fugger

3

Dießen

Erloschen, bereits 1326(1) bayerisch

4

Werdenberg (und Heiligenberg)

+

Seit 1530 von Fürstenberg vertreten

5

Lupfen

1582 erloschen

6

Montfort

+

7

Fürstenberg

+

Nach 1760 nur noch Reichsfürstenrat

8

Zimmern

Im 16. Jh. erloschen

9

Stöffeln und Justingen

Seit 1751 von Württemberg vertreten, Angabe 1755 falsch

10

Gundelfingen

Im 15. Jn.(!) erloschen

11

Eberstein

+

Seit 1660 von Baden-Baden vertreten

12

Hohengeroldseck (u. Kronberg)

+

Seit 1692 von Grafen von der Leyen vertreten

13

Öttingen

+

14

Heideck

Seit 1471 (!) bayerisch

15

Rappoltstein

1673 erloschen, vorher von Österreich eximiert

16

Stauf-Ehrenfels

Sitz 1567 erloschen

17

Staufen

1602 erloschen

18

Tierstein und Hohenkönigsberg

Nach 1500 erloschen

19

Hohenfels und Reipoltskirchen

1602 erloschen

20

Sulz (und Klettgau)

+

Seit 1687 von Schwarzenberg vertreten

21

Hohenzollern

Nach 1653 Reichsfürstenrat

22

Brandis

1508 erloschen

23

Inhaber Sonnenbergsgüter

Von Österreich eximiert, im 15. Jh.

24

Reichserbtruchsessen v. Waldburg

+

österreichisch

25

Castell

+

26

Wertheim

+

Seit 1574 von Löwenstein vertreten

27

Rieneck

+

Seit 1674 von Nostitz vertreten

28/29

Hohenlohe

+

30

Inhaber Weinsberg

Im 16. Jh. erloschen, württ.

31/32

Limpurg

+

Seit 1690 bzw. 1713 von verschiedenen Allodialerben vertreten

33

Erbach

+

34

Schwarzenberg

1670 Reichsfürstenrat

35/36

Leiningen

+

37/39

Hanau-Münzenberg

1736 erloschen

38

Hanau-Lichtenberg

1736 erloschen

40-44

Nassau

+

45

Königstein und Eppstein

1535 erloschen; Sitz bei Nr. 76 zusätzlich

46

Isenburg

+


47

Nieder-Isenburg

1664 erloschen

48

Matsch

Tiroler Landsassen, 1505 erloschen

49

Polheim

Österreichische Landsassen

50

Virneburg

+

Seit 1554 von Löwenstein vertreten

51

Rheineck

+

Seit 1654 von Sinzendorf vertreten

52/53

Solms

+

54

Winneburg

+

Inhaber Grafen Metternich

55

Mors

1702 brandenburgisch

56

Aarburg

An Kanton Bern

57

Finstingen (Fénétrange, Lothr.)

1458(!) erloschen

58

Saarwerden und Lahr

Im 16. Jh. erloschen

59

Wild- und Rheingrafen

+

60/61

Oberstein

1682 erloschen

62

Neuenahr

1600 erloschen

63

Hoorn

1586 erloschen, Territorium an Lüttich

64

Sayn

+

Seit 1606 von Brandenburg-Ausbach, Wittgenstein und Kirchberg vertreten

65/66

Bitsch

1570 erloschen

67

Tengen

1592 erloschen

68

Ruppin

1524 erloschen, brandenburgisch

69

Hardeck

Von Österreich eximiert

70/71

Hohenstein

1593 erloschen

72

Wolckenstein

Güter im 17. Jh. verkauft, vorher von Österreich eximiert

73

Schaumberg (Oberösterreich)

1559 erloschen

74

Sargans

Im 14. Jh.(!) erloschen, eidgenössisch

75

Mansfeld

Reichsgräfl. Besitz von Sachsen eximiert oder verpfändet

76

Stolberg

+

77

Beuchlingen

1560 erloschen

78

Barby und Mühlingen

+

Seit 1659 von Kursachsen vertreten

79

Gleichen

1569 bzw. 1631 erloschen

80—82

Schwarzburg

+

1754 Reichsfürstenrat

83

Gera

1550 erloschen

84

Plesse

1571 erloschen

85

Reuß von Plauen

+

86

Wied u. Runkel

+

87

Löwenstein

Von Württemberg eximiert

88

Regenstein

+

Seit 1670 von Brandenburg vertreten

89

Friesland

1524 habsburgisch, 1579/1648 niederländisch

90/91

Ostfriesland (= Emden)

1667 Reichsfürstenrat

92

Lippe

+

93

Oldenburg

+

(Dänemark)

94

Hoya

+

Seit 1583 von (Kur-)Braunschweig vertreten

95

Leiningen-Westerburg

+

96

Waldeck

+

1686 Reichsfürstenrat

97

Losenstein

Von Österreich eximiert, 1629 erloschen

98

Diepholz

+

Seit 1585 von (Kur-)Braunschweig vertreten

99

Schenken von Landsberg

Vermutlich sächsische Landsassen

100

Steinfurt

+

Besitzer Grafen von Bentheim

101

Bentheim

+

Seit 1753 an Kurbraunschweig verpfändet

102

Bronkhorst

1719 erloschen

103

Wittgenstein

+

104

Spiegelberg

+

Seit 1557 von (Kur-)Braunschweig

105

Reichenstein

+

vertreten Seit 1698 von Nesselrode vertreten

106

Tecklenburg

+

Seit 1707 von Preußen vertreten

107

Schaumburg und Gemen

+

Gemen seit 1640 von Limburg-Stirum, Schaumburg von Messen-Kassel und Lippe (-Bückeburg) vertreten

108

Wunstorf

1533 erloschen

109

Ortenburg

+

110

Rietberg

+

Seit 1692 von Kaunitz vertreten

111

Haag

1567 erloschen, bayerisch

112

Leißnigk

1538 erloschen, sächsisch

113

Bergen (Prov. Zutphen)

1581 niederländisch, 1654 wieder im Grafenkollegium, 1712 erloschen

114

Salm

1654 Reichsfürstenrat

115

Falkenstein (Kr. Rottweil?)

erloschen, seit 15. Jh. bei Österreich landsässig

116

Iselstein

Niederländisch, vorher von Burgund eximiert

117

Schönburg

+

118

Degenberg

1602 erloschen, bayerisch

119

Inhaber Someruff ( = Summerau?)

Kein Beleg für Reichsstandschaft

120—122

Manderscheid

1546 von Habsburg mediatisiert

123

Salm-Reifferscheid

+

124

Egmont und Iselstein

1548 bzw. 1707 erloschen, 1648 niederländisch

125

Bergen und Walen ( = Bergen op Zoom)

1567/1648 niederländisch

126

Heben (= Hohenhewen)

1570 erloschen

127

Wildenfels

1593 erloschen

128

Schenken von Tautenberg und Vargula

1640 erloschen, sächsisch

129

Tübingen

1631 erloschen

130

Blankenberg

1542 lothringisch

131

Kriechingen

1697 erloschen, seit 1765 wieder Stimme, vertreten von Wied-Runkel

132

Rogendorf

Nach 1600 österreichisch

133/134

Königsegg zu Aulendorf

+

135

Meersburg (Elsaß)

Im 16. Jh. österreichisch

136

Brandenstein-Rönis

Seit 15. Jh. von sächsischen Häusern eximiert

137

Pyrmont

+

Seit 1625 von Waldeck vertreten

138—140

Ritterschaften St. Georgenschild  im Hegau, Friedberg, Gelnhausen

Steuerpflichtig, aber keine Reichsstände

141

Görz

1501 erloschen, österreichisch

142

= 132


143

= 133


144

Dietrichstein

Seit 1686 Reichsfürstenrat

145

Ungnade von Weißenwolf

1654 ins Grafenkollegium aufgenommen, mangels reichsunmittelbarer Güter bald wieder ausgeschlossen


Bis 1755 neu

146

Für Alts(Alsch)hausen

>

der Landkomtur der Deutsch-Ordensballei Elsaß u. Burgund

147

Hohenems

>

Seit 1759 von Österreich vertreten

148

Für Vaduz

>

der Fürst v. Liechtenstein seit 1695

149

Für Iller-Aichheim

>

Grafen von Rechberg, später Limburg-Stirum; als reichsritterschaftlich wieder ausgeschlossen

150

Für Eglof

>

Grafen von Traun seit 1668

151

Für Bonndorf

>

Abt von St. Blasien seit 1613

152

Für Thannhausen

>

Graf von Stadion seit 1708

153

Für Eglingen

>

Fürst von Taxis seit 1723

154

Für Hohen-Waldeck und Maxirain

>

Kurfürst von Bayern. Bayern nahm Stimme nur auf Kreistagen, nicht im Grafenkollegium wahr

155

Für Seinsheim

>

Fürst von Schwarzenberg

156

Wolfsteinische Allodialerben

>

Fürst von Hohenlohe-Kirchberg, Graf von Giech

157

Für Reichsberg und Wiesentheid

>

Grafen von Schönborn

158

Grafen von Windischgräz

>

Personalisten (= Reichsstände ohne  reichsunmittelbares Land)

159

Grafen Ursin von Rosenberg

>

Personalisten

160

Grafen von Starhemberg > Personalisten

161

Grafen von Wurmbrand > Personalisten

162

Grafen von Giech > Personalisten

163

Grafen von Grävenitz > Personalisten

164

Grafen von Pückler > Personalisten

165

Grafen von Gronsfeld >

Seit 1719 von Törring-Jettenbach vertreten

166

Graf zu Wartenberg

>

Seit 1707, 1739 ausgeschlossen

167

Für Reckum
(Rekheim bei Tongern, Belgien)
> Graf von Aspremont seit 1623

168

Für Anholt > Fürst von Salm

169

Für Holzappel > Fürst von Anhalt-Bernburg-Hoym

170

Für Blankenheim u. Geroldstein > Grafen von Manderscheid-Blankenheim, seit 1780 Grafen von Sternberg

171

Für Witten<m> > Grafen von Plettenberg

172

Für Gimborn-Neustadt > Fürst von Schwarzenberg, nach 1760 Graf von Wallmoden

173

Für Wykradt > Graf von Quadt

174

Für Myllendonk

>

Grafen von Oslein

175

Für Schleiden > Grafen zu der Mark

176

Für Kerpen-Lommersum > Graf von Schaesberg

177

Für Sassenburg (d. i. Saffenburg) > Grafen zu der Mark

178

Für Hallermund (Hallermünde) > Grafen von Platen seit 1706

Bis 1792 neu

179

Äbtissin zu Buchau >>

180

Grafen von Khevenhüller >> Personalisten

181

Grafen von Kufstein >> Personalisten

182

Fürsten von Colloredo >> Personalisten

183

Grafen von Harrach

>> Personalisten

184

Grafen von Sternberg >> Personalisten

185

Grafen von Neipperg >> Personalisten

186

Für Dyck >> Grafen zu Salm-Reifferscheid

Sonstige

187

Für Ehrenfels

Kurpfalz, 1766 aufgenommen, nahm Stimme nicht wahr

Reichsstädte


1

Regensburg

+

2

Nürnberg

+

3

Rothenburg/Tauber

+

4

Weißenburg/Nordgau

+

5

Schwäbisch Wörth (Donauwörth)


1607/08 an Bayern; 1705-1714 nochmals Reichsstadt

6

Windsheim

+

7

Schweinfürt

+

8

Wimpfen

+

9

Heilbronn

+

10

Schwäbisch Hall

+

11

Nördlingen

+

12

Dinkelsbühl

+

13

Ulm

+

14

Augsburg

+

15

Giengen/Brenz

+

16

Bopfingen

+

17

Aalen

+

18

Schwäbisch Gmünd

+

19

Eßlingen

+

20

Reutlingen

+

21

Weil der Stadt

+

22

Pfullendorf

+

23

Kaufbeuren

+

24

Überlingen

+

25

Wangen

+

26

Isny

+

27

Leutkirch

+

28

Memmingen

+

29

Kempten

+

30

Buchhom (Friedrichshafen)

+

31

Ravensburg

+

32

Biberach

+

33

Lindau

+

34

Konstanz

1548 an Österreich

35

Basel

1501 in die Eidgenossenschaft aufgenommen,
seit 1531 nicht mehr auf Reichstagen

36

Straßburg

1681 französisch

37

Kaisersberg

Landvogtei Hagenau, 1648/73/79 an Frankreich

38

Colmar

Landvogtei Hagenau (s. Nr. 37)

30

Schlettstadt

Landvogtei Hagenau (s. Nr. 37)

40

Mülhausen/Elsaß

1515/1648 eidgenössisch

41

Rottweil

+

42

Hagenau

Landvogtei Hagenau (s. Nr. 37)

43

Weißenburg/Elsaß

Landvogtei Hagenau (s. Nr. 37)

44

Oberehnheim (Obernai)

Landvogtei Hagenau (s. Nr. 37)

45

Rosheim

Landvogtei Hagenau (s. Nr. 37)

46

Speyer

+

47

Worms

+

48

Frankfurt/Main

+

49

Friedberg

+

50

Gelnhausen

+

1349 verpfändet. Die Pfandschaft kam durch Kauf u. Vererbung 1436 an Kurpfalz u. Hanau (später: Hessen-Kassel). 1549 begann ein Reichskammergerichtsprozeß, der 1734 mit der Bestätigung der Reichsstandschaft endete. Die Stadt mußte sich 1745 den Pfandherrschaften völlig unterwerfen. 1746 wurde der kurpfälzische Anteil an Hessen-Kassel verkauft

51

Wetzlar

+

52

Köln

+

53

Aachen

+

54

Metz


1552/1648 an Frankreich

55

Toul

1552/1648 an Frankreich

56

Verdun

1552/1648 an Frankreich

57

Offenburg

+

58

Landau

Landvogtei Hagenau, 1648/73/79 an Frankreich, 1714 bestätigt

59

Gengenbach

1755 vergessen. Die Reichsstandschaft war unbestritten

60

Zeil am Harmersbach

+

61

Schaffhausen

1501/1648 eidgenössisch

62

Kaufmanns-Saarbrücken (Saarburg/Lothringen)

Vom Bistum Metz eximiert, von Metz an Lothringen, 1661 französisch

63

Besançon

Von Burgund eximiert, 1651 an Burgund abgetreten, 1674/1679 mit der Franche-Comté an Frankreich

64

Lübeck

+

65

Hamburg

+

Anm.: Nicht in Aktivität. — 1618 bestätigte das RKG die Reichsstandschaft. H. konnte Sitz und Stimme auf dem Reichstag erst seit 1770 führen

66

Dortmund

+

67

Niederwesel (Wesel)

Von Jülich eximiert, RKG-Prozeß ohne Ergebnis

68

Mühlhausen/Thüringen

+

69

Nordhausen

+

70

Goslar

+

71

Soest

Von Jülich-Kleve eximiert, RKG-Prozeß unerledigt, Brandenburg im Besitz der Landesherrschaft

72

Brakel

Vom Bt. Paderborn eximiert, RKG-Prozeß ohne Ergebnis

73

Warburg

Vom Bt. Paderborn eximiert, RKG-Prozeß erfolglos

74

Lemgo

Von der Grafschaft Lippe eximiert, fiskalischer Prozeß wirkungslos

75

Türkheim

Landvogtei Hagenau; 1648/73/79 an Frankreich

76

Verden

Vom Bt. Verden eximiert, RKG-Prozeß ohne Ergebnis; Landeshoheit bei Hannover

77

Münster im St. Gregoriental

Landvogtei Hagenau ; 1648/73/79 an Frankreich

78

Düren

Bereits 1242 an Jülich verpfändet und nicht eingelöst, aber noch 1548 in der Reichsmatrikel geführt

79

Herford

Von der Abtei Herford eximiert, 1547 an Jülich; 1548 RKG-Prozeß angestrengt, 1631 im Urteil als Reichsstadt bestätigt; 1647 und 1652 von Brandenburg erobert und gegen alle RKG-Mandate (1632—1643 u. öfter) behalten

80

Kammerich (Cambrai)

Von Burgund eximiert; nach Moser S. 1108 in alten Reichsmatrikeln enthalten, verlor nach und nach die Freiheit; 1678 französisch

81

Duisburg

Von Jülich-Kleve eximiert, 1563 vergeblich fiskalischer Prozeß

82

Danzig

1454 selbständig

83

Elbing

1457 polnisch

84

St. Gallen

1454/1648 eidgenössisch

85

Göttingen

Keine Reichsstadt, steht fälschlich in alten Matrikeln


Bis 1755 neu

86

Bremen

>

Bis 1639 Auseinandersetzungen über die Reichsstandschaft mit dem Ebt. Bremen; seit 1640 wieder Einladungen zu den Reichstagen. 1521 unter Ebt. Bremen geführt

87

Buchau am Federsee >
Wurde vermutlich vergessen. Die Reichsstandschaft war unbestritten. B. unterschrieb die Reichsabschiede von 1530, 1548, 1555, 1559, 1566, 1567, 1570, 1582 usw., übte also die Reichsstandschaft aus.

II. Die Reichsstände im Jahre 1792

Vorbemerkung: Die Angaben für 1792 sind nach PUTTER zusammengestellt von F. SALOMON bei ZEUMER. Quellensammlung (2 1913), Nr. 220, S. 552—555. — Die eingeklammerten Zahlen verweisen auf die Numerierung der Matrikel von 1521.

  1. Kurfürstenkolleg
    1. Erzbischof von Mainz (1)
    2. Erzbischof von Trier (2)
    3. Erzbischof von Köln (3)
    4. König von Böhmen (4)
    5. Pfalzgraf bei Rhein (5)
    6. Kurfürst von Sachsen (6)
    7. Kurfürst von Brandenburg (7)
    8. Herzog von Braunschweig-Lüneburg (9)
  2. Reichsfürstenrat
    1. Geistliche Bank
      1. Herzog von Oesterreich (53)
      2. Herzog von Burgund (54)
      3. Erzbischof von Salzburg (2)
      4. Erzbischof von Besançon (3)
      5. Hoch- und Teutschmeister (75)
        Bischof von
      6. Bamberg (5)
      7. Würzburg (6)
      8. Worms (7)
      9. Eichstädt (10)
      10. Speyer (8)
      11. Straßburg (9)
      12. Konstanz (12)
      13. Augsburg (11)
      14. Hildesheim (13)
      15. Paderborn (14)
      16. Freising (21)
      17. Regensburg (28)
      18. Passau (20)
      19. Trient(43)
      20. Brixen (44)
      21. Basel (26)
      22. Münster (18)
      23. Osnabrück (19)
      24. Lüttich (42)
      25. Lübeck (32)
      26. Chur (15)
      27. Fulda (76)
      28. Abt von Kempten (77)
      29. Propst von Ellwangen (78)
      30. Johanniter-Meister (81)
      31. Propst von Berchtesgaden (82)
      32. Propst von Weißenburg (83)
        Abt von
      33. Prüm (84)
      34. Stablo (85)
      35. Corvey (86)
      36. Schwäbische Prälaten:
        1. Salmannsweiler (12)
        2. Weingarten (11)
        3. Ochsenhausen (29)
        4. Elchingen (46)
        5. Irsee (47)
        6. Urspring (63)
        7. Kais<Kaisers>heim (55)
        8. Roggenburg (28)
        9. Roth (38)
        10. Weißenau (17)
        11. Schussenried (21)
        12. Marchthal (39)
        13. Petershausen (52)
        14. Wettenhausen (84)
        15. Zwiefalten (85)
        16. Gengenbach (36)
        17. Neresheim (89)
        18. Heggbach (77)
        19. Gutenzell (78)
        20. Rottenmünster (76)
        21. Baindt (79)
        22. Söflingen (90)
        23. St. Jörgen zu Isny (49)
          [23bis. Buxheim (88bis)]
      37. Rheinische Prälaten
        1. Kais<Kaisers>heim (55)
        2. Ballei Coblenz (80)
        3. Ballei Elsaß und Burgund (81)
        4. Odenheim und Bruchsal (41)
        5. Werden (61)
        6. St. Ulrich und St. Afra in Augsburg (86)
        7. St. Ceorg in Ißny (49)
        8. St. Corneli-Münster (60)
        9. St. Emmeram zu Regensburg (56)
        10. Essen (67)
        11. Buchau (75)
        12. Quedlinburg (66)
        13. Herford (68)
        14. Gernrode (74)
        15. Niedermünster in Regensburg (69)
        16. Obermünster daselbst (71)
        17. Burscheid (87)
        18. Gandersheim (88)
        19. Thorn (70)
    2. Weltliche Bank
      1. Baiern (52)
      2. Magdeburg (1)
      3. Pfafz-Lautern (Kurf. 5, Fürsten 52)
      4. Pfalz-Simmern (Kurf. 5, Fürsten 52)
      5. Pfalz-Neuburg (Kurf. 5, Fürsten 52)
      6. Bremen (4)
      7. Pfalz-Zweibrücken (Kurf. 5, Fürsten 52)
      8. Pfalz-Veldenz (Kurf. 5, Fürsten 52)
      9. Sachsen-Weimar (Kurf 6, Fürsten 55)
      10. Sachsen-Eisenach (Kurf 6, Fürsten 55)
      11. Sachsen-Coburg (Kurf 6, Fürsten 55)
      12. Sachsen-Gotha (Kurf 6, Fürsten 55)
      13. Sachsen-Altenburg (Kurf 6, Fürsten 55)
      14. Brandenburg-Ansbach (58)
      15. Brandenburg-Kulmbach (58)
      16. Braunschweig-Zell (59)
      17. Braunschweig-Kalenberg (59)
      18. Braunschweig-Grubenhagen (59)
      19. Braunschweig-Wolfenbüttel (59)
      20. Halberstadt (16)
      21. Vorpommern (60)
      22. Hinterpommern (60)
      23. Verden (17)
      24. Mecklenburg-Schwerin (61)
      25. Mecklenburg-Güstrow (61)
      26. Württemberg (66)
      27. Hessen-Kassel (65)
      28. Hessen-Darmstadt (65)
      29. Baden-Baden (67)
      30. Baden-Durlach (67)
      31. Baden-Hochberg (67)
      32. Holstein-Glückstadt (51)
      33. Sachsen-Lauenburg (62)
      34. Minden (31)
      35. Holstein-Oldenburg (63)
      36. Savoyen (73)
      37. Leuchtenberg (69)
      38. Anhalt (70)
      39. Henneberg (71)
      40. Schwerin (35)
      41. Kammin (34)
      42. Katzeburg (48)
      43. Hersfeld (87)
      44. Nomeny (88)
      45. Mümpelgard (89)
      46. Arem(n)berg (90)
      47. Hohenzollern (91)
      48. Lobkowitz (93)
      49. Salm (94)
      50. Dietrichstein (95)
      51. Nassau-Hadamar (96)
      52. Nassau-Dillenburg (96)
      53. Auersberg (97)
      54. Ostfriesland (98)
      55. Fürstenberg (99)
      56. Schwarzenberg (100)
      57. Liechtenstein (101)
      58. Thurn u.Taxis (102)
      59. Schwarzburg (103)
      60. Wetterauische Grafen:
        1. Nassau-Usingen (40-44)
        2. Nassau-Weilburg (40-44)
        3. Nassau-Saarbrücken (40-44)
        4. Solms-Braunfels (52/53)
        5. Solms-Lich (52/53)
        6. Solms-Hohensolms (52/53)
        7. Solms-Rödelheim (52/53)
        8. Solms-Laubach (52/53)
        9. Isenburg-Birstein (46)
        10. Isenburg-Büdingen-Meerrholz-Wächtersbach (46)
        11. Stolberg-Gedern-Ortenberg (76)
        12. Stolberg-Stolberg (76)
        13. Stolberg-Wernigerode (76)
        14. Sayn-Wittgenstein-Berleburg (64/103)
        15. Sayn-Wittgenstein-Wittgenstein (64/103)
        16. Wild- and Rheingraf zu Grumbach (59)
        17. dgl. zu Rheingrafenstein (59)
        18. Leiningen-Hartenburg (35/36)
        19. Leiningen-Heidesheim und Leiningen-Guntersblum (35/36)
        20. Westerburg, Christoph. Linie (95)
        21. Westerburg, Georg. Linie (95)
        22. Reußen und Plauen (85)
        23. Schönburg(117)
        24. Ortenburg (109)
        25. Kriechingen (131)
      61. Schwäbische Grafen:
        1. Fürst zu Fürstenberg als Graf zu Heiligenberg und Werdenberg (4)
        2. Gefürstete Äbtissin zu Buchau (179)
        3. Comthur der Ballei Elsaß und Burgund als Comthur zu Alts<Alsch>hausen (146)
        4. Fürsten und Grafen zu Öttingen (13)
        5. Österreich wegen der Grafschaft Menthor (Montfort) (6)
        6. Kurf. in Bayern wegen der Grafschaft Helfenstein (1)
        7. Fürst von Schwarzenberg wegen der Landgrafschaft Klettgau und der Grafschaft Sulz (20)
        8. Grafen von Königsegg (133/134)
        9. Truchsessen von Waldburg (24)
        10. Markgraf von Baden-Baden wegen der Grafschaft Eberstein (11)
        11. Graf von der Leyen wegen Hohen-Geroldseck (12)
        12. Grafen Fugger (2)
        13. Österreich wegen der Grafschaft Hohenems (147)
        14. Grafen von Traun wegen der Herrschaft Eglof (150)
        15. Fürst u. Abt zu St. Blasien wegen der gefürsteten Grafschaft Bonndorf (151)
        16. Graf von Stadion wegen Thannhausen (152)
        17. Fürst von Taxis wegen der Herrschaft Eglingen (153)
        18. Grafen von Khevenhüller; Personalisten (180)
        19. Grafen von Kufstein (181)
        20. Fürst von Colloredo; Personalist (182)
        21. Grafen von Harrach (183)
        22. Grafen von Sternberg (184)
        23. Graf von Neipperg (185)
        24. Grafen von Hohenzollern (21) (fälschlich aufgenommen, s.Weltliche Bank Nr. 47)
      62. Fränkische Grafen:
        1. Fürsten und Grafen von Hohenlohe (28/29)
        2. Grafen von Castell (25)
        3. Grafen zu Erbach (33)
        4. Fürsten und Grafen von Löwenstein wegen der Grafschaft Wertheim (26)
        5. Die gräfl. Limpurgischen Allodialerben (31/32)
        6. Grafen von Nostitz wegen der Grafschaft Rieneck (27)
        7. Fürst von Schwarzenberg wegen der Herrschaft Seinsheim oder der gefürsteten Grafschaft Schwarzenberg (155)
        8. Gräfl. Wolfsteinische Allodialerben, nämlich Fürst von Hohenlohe-Kirchberg und Graf von Giech (156)
        9. Grafen von Schönborn wegen der Herrschaft Reichsberg
        10. Dieselben wegen der Herrschaft Wiesentheid (157)
        11. Grafen von Windischgrätz , Personalisten (158)
        12. Grafen Ursin von Rosenberg; degl. (159)
        13. Ältere Linie der Grafen von Starhemberg desgl. (160)
        14. Grafen von Wurmbrand; desgl. (161)
        15. Graf von Giech; desgl. (162)
        16. Graf von Grävenitz (163)
        17. Grafen von Pückler; Personalisten (164)
      63. Westfälische Grafen:
        1. Markgraf von Ansbach wegen Sayn-Altenkirchen
        2. Burggraf von Kirchberg (1799 Nassau-Weilburg) wegen Sayn-Hachenburg
        3. König in Preußen wegen der Grafschaft Tecklenburg (106)
        4. Wied-Runkel wegen der Obern Grafschaft Wied (86)
        5. Fürst zu Wied-Neuwied (Direktor dieses Kollegiums) (86)
        6. Landgraf von Hessen-Kassel u. Graf zu Lippe-Bückeburg wegen der Grafschaft Schaumburg (107)
        7. Herzog zu Holstein-Gottorp-Oldenburg (93)
        8. Grafen von der Lippe (92)
        9. Graf von Bentheim (Sitz für Steinfurt) (100)
        10. König von England wegen der Grafschaft Hoya (94)
        11. Derselbe wegen der Grafschaft Diepholz (96)
        12. Derselbe wegen der Grafschaft Spiegelberg (104)
        13. Fürst und Grafen von Löwenstein wegen Virneburg (50)
        14. Fürst von Kaunitz wegen Rietberg (110)
        15. Fürst von Waldeck wegen der Grafschaft Pyrmont (137)
        16. Graf von Waldbott-Bassenheim wegen Pyrmont (Eifel) [Arndt]
        17. Graf von Törring wegen der Grafshaft Gronsfeld (165)
        18. Graf von Aspremont wegen der Grafschaft Reckheim oder Reckum (167)
        19. Fürsten zu Salm wegen der Grafschaft Anholt (168)
        20. Grafen von Metternich wegen der Herrschaft Winneburg und Beilstein (54)
        21. Fürst zu Anhalt-Bernburg-Schaumburg wegen der Grafschaft Holzappel (169)
        22. Grafen von Sternberg wegen der Grafschaft Blankenheim und Geroldstein (170)
        23. Grafen von Plettenberg wegen Wittem (171)
        24. Grafen von Limburg-Stirum wegen der Herrschaft Gemen (107)
        25. Graf von Wallmoden wegen der Herrschaft Gimborn und Neustadt (172)
        26. Graf von Quadt wegen der Herrschaft Wykradt (173)
        27. Grafen von Ostein wegen der Herrschaft Mylendonk (174)
        28. Grafen von Nesselrode wegen der Herrschaft Reichenstein (105)
        29. Grafen zu der Mark (1773 Arenberg) wegen der Grafschaft Schleiden (175)
        30. Grafen von Schaesberg wegen der Grafschaft Kerpen und Lommersum (176)
        31. Grafen zu Salm-Reifferscheid wegen der Herrschaft Dyck (186)
        32. Grafen zu der Mark (1773 Arenberg) wegen Saffenburg [Sassenburg in Zeumer, Gebhardt] (177)
        33. Grafen von Platen wegen Hallermünde (178)
        34. Grafen von Sinzendorf wegen Reineck (51)
        35. Grafen von Heydeck-Bretzenheim [Arndt]
  3. Kollegium der Städte
    1. Rheinische Bank
      1. Köln (52)
      2. Aachen (53)
      3. Lübeck (64)
      4. Worms (47)
      5. Speyer (46)
      6. Frankfurt a. M. (48)
      7. Goslar (70)
      8. Bremen (86)
      9. Hamburg (65)
      10. Mühlhausen (68)
      11. Nordhausen (69)
      12. Dortmund (66)
      13. Friedberg (49)
      14. Wetzlar (51)
    2. Schwäbische Bank
      1. Regensburg (1)
      2. Augsburg (14)
      3. Nürnberg (2)
      4. Ulm (13)
      5. Eßlingen (19)
      6. Reutlingen (20)
      7. Nördlingen (11)
      8. Rothenburg ob der Tauber (3)
      9. Schwäbisch Hall (10)
      10. Rottweil (41)
      11. Überlingen (24)
      12. Heilbronn (9)
      13. Schwäbisch Gmünd (18)
      14. Memmingen (28)
      15. Lindau (33)
      16. Dinkelsbühl (12)
      17. Biberach (32)
      18. Ravensburg (31)
      19. Schweinfurt (7)
      20. Kempten (29)
      21. Windsheim (6)
      22. Kaufbeuren (23)
      23. Weil (21)
      24. Wangen (25)
      25. Isny (26)
      26. Pfullendorf (22)
      27. Offenburg (57)
      28. Leutkirch (27)
      29. Wimpfen (8)
      30. Weißenburg im Nordgau (4)
      31. Giengen (15)
      32. Gengenbach (59)
      33. Zell am Hammersbach (60)
      34. Buchhorn (30)
      35. Aalen (17)
      36. Buchau (87)
      37. Bopfingen(16)

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François Velde

Last Modified: Oct 16, 2004